Bekanntgabe der Finalisten für die Hans-Purrmann-Preise 2019

Jury nominiert für den Großen Preis sieben sowie für den Förderpreis acht Künstlerinnen und Künstler. In feierlichem Rahmen werden am 9. Februar 2019 die Hans-Purrmann-Preise für Bildende Kunst der Stadt Speyer verliehen.

Nominierungen für den Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer
Die Vorauswahl für den Großen Hans-Purrmann-Preis fand am vergangenen Freitag in München statt. Neben dem Vorsitzenden, dem in Braunschweig als Kunsthistoriker lehrenden Professor Dr. Andreas Bee, gehörten der Jury die renommierte Malerin und Professorin der Münchner Akademie Karin Kneffel sowie der Künstler und Professor der Kunstakademie Düsseldorf Marcel Odenbach an. Aus 34 Bewerbungen, die auf Vorschlag von 62 international renommierten Künstlern, Kritikern und Kuratoren eingegangen waren, wählten die Juroren folgende sieben Finalisten aus: Rozbeh Asmani (*1983, Shiraz/IRN), Daniel Behrendt (*1980, Stendal), Kristina Buch (*1983, Meerbusch), Henrike Naumann (*1984, Zwickau), Paul Sochacki (*1983, Krakau/POL), Daniel Wolff (*1980, Hannover) sowie das Künstlerduo Calla Henkel/Max Pitegoff (*1988, Minneapolis/USA bzw. *1987, Boston/USA). Der Große Hans-Purrmann-Preis wird 2019 zum vierten Mal ausgelobt und zählt mit einem Preisgeld von 20.000 Euro sowie einer eigenen Katalogpublikation zu den höchst dotierten deutschen Künstlerpreisen. Honoriert werden soll eine individuelle künstlerische Leistung, die eine eigenständig gefundene und konsequent verfolgte Thematik ausdrückt. Erster Preisträger des Großen Hans-Purrmann-Preises war 2012 der israelische, in Berlin lebende Künstler Dani Gal (*1975). Ihm folgten 2015 die Film- und Videokünstlerin Loretta Fahrenholz (*1981) sowie 2017 die Kölner Künstlerin Sabrina Fritsch (*1979).

Nominierungen für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“
Bereits vor 14 Tagen hat die Vorjurierung für den Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ in Speyer stattgefunden. Unter der Leitung der designierten Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler wirkten der Kunsthistoriker und Direktor des Wilhelm-Hack-Museums René Zechlin sowie der in Offenbach als Professor tätige Künstler und Träger des Hans-Purrmann-Förderpreises 1996 Martin Liebscher bei der Vorauswahl mit. Insgesamt wurden für den Förderpreis 130 Bewerbungen eingereicht, aus denen die Jury folgende acht Künstlerinnen und Künstler für die Hauptauswahl eingeladen hat: Malte Bartsch (*1984, Braunschweig), Malte Bruns (*1984, Bielefeld), Geeske Janßen (*1986, Varel), Simon Pfeffel (*1985, Nürnberg), Paloma Riewe (*1988, Berlin), Isabell Schulte (*1987, Eckernförde), Patrik Thomas (*1986, Bad Homburg) und Ugur Ulusoy (*1984, Oberhausen).
Der Förderpreis „Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer für Bildende Kunst“ wurde 1965 anlässlich des 85. Geburtstages von Hans Purrmann von der Stadt Speyer gestiftet und wird bereits zum 19. Mal vergeben. Der mit 6.000 Euro und einer eigenen Katalogpublikation dotierte Förderpreis soll, so der ausdrückliche Wunsch von Hans Purrmann, an förderungswürdige junge Künstlerinnen und Künstler verliehen werden, die einen europäischen Blick und Bezug, aber auch einen Bogen von europäischen Metropolen und ländlichen Räumen aufweisen.

Die Entscheidung über die Preisvergabe           
Die Entscheidung über die Gewinner des Großen Preises und des Förderpreises fällt am 8. Februar 2019. Über die Vergabe entscheidet die erweiterte sechsköpfige Gesamtjury, der neben den bei der Vorauswahl beteiligten Juroren auch Christian Jankowski und Ben Willikens angehören. Die Preisverleihung erfolgt am 9. Februar 2019 bei einer Feierstunde im Historischen Ratssaal mit anschließender Ausstellungseröffnung im Kulturhof Flachsgasse. Bis einschließlich 10. März 2019 sind die Arbeiten der Finalisten aus beiden Wettbewerben in den Räumen der Städtischen Galerie und des Kunstvereins zu sehen.

Der Namensgeber Hans Purrmann
Die beiden Preise werden in Erinnerung an den 1880 in Speyer geborenen Maler Hans Purrmann von der Stadt Speyer und der Hans Purrmann Stiftung getragen. Hans Purrmann war Schüler von Franz von Stuck und Mitglied der „Berliner Secession“. In Paris zählte er zu den Gründungsmitgliedern der „Académie Matisse“. Mit seinem Lehrer Henri Matisse blieb er lebenslang freundschaftlich verbunden. Es folgten Jahre des künstlerischen Erfolgs in Deutschland, Italien und im Tessin. Hans Purrmann gilt als der große Kolorist Deutschlands im 20. Jahrhundert. Die Konzeption der beiden Preise orientiert sich an Purrmanns Selbstverständnis und Lebensdynamik: leidenschaftlicher Antrieb, hohe Risikobereitschaft, Mut zum Experiment, Offenheit, Klarheit und Kraft in Farbe und Form und ein europäischer Horizont sind die herausragenden Merkmale, die in die Gegenwart zu übersetzen sind.