Verbandsgemeinde Wittlich-Land führt als 113. Kommune Ehrenamtskarte ein

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, hat in Wittlich mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Dennis Junk, die Kooperationsvereinbarung für die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte unterschrieben.

Erst Ende letzten Monats hatten die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues sowie die Gemeinde Morbach die Kooperationsvereinbarung unterschrieben, sodass sich nun fast der gesamte Landkreis Bernkastel-Wittlich angeschlossen hat. Wittlich-Land ist insgesamt die 113. Kommune, die sich an dem Projekt beteiligt. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es hält unsere Gesellschaft lebendig und kreativ“, sagte der Chef der Staatskanzlei. 

Er zeigte sich sehr stolz, dass Rheinland-Pfalz mit fast 50 Prozent ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger bundesweit den Spitzenplatz belege. „Die Landesregierung ist sich bewusst, dass viele gesellschaftliche Aufgaben und Herausforderungen ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger nicht bewältigt werden könnten. Es ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer daher ein Herzensanliegen, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Deshalb hat die Ministerpräsidentin die landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen und die Kommunen im Land eingeladen, auf freiwilliger Basis mitzumachen. Damit wollen wir den Ehrenamtlichen für ihr Engagement danken und ihnen die verdiente Anerkennung zukommen lassen.“ Im Februar sei die Altersgrenze für die Ehrenamtskarte von 16 auf 14 Jahre gesenkt worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wolle damit das Engagement von jungen Menschen stärker würdigen und fördern, sie anspornen, sich weiterhin zu engagieren, und sie für ein Ehrenamt begeistern. 

Alle großen Städte, viele Verbandsgemeinden und schon sechs komplette Landkreise beteiligen sich an der Ehrenamtskarte. „Je mehr Städte und Gemeinden mitmachen, desto mehr Vergünstigungen können landesweit angeboten werden“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch. Mit den heute neu hinzukommenden Vergünstigungen sei die Liste auf rund 530 Positionen angewachsen. Insgesamt sei die Ehrenamtskarte ein echtes Erfolgsmodell. „Und wir hoffen natürlich, dass noch viele weitere Kommunen die Ehrenamtskarte einführen werden“, so der Chef der Staatskanzlei. Er wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde viel Freude bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit und der Nutzung der Ehrenamtskarte.

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land bietet im Rahmen der Ehrenamtskarte Vergünstigungen im Familienfreibad Manderscheid, dem Maarmuseum Manderscheid sowie bei Buchungen von Kursen der VHS Wittlich Stadt und Land e.V. an.

„Gerade in unserer ländlich geprägten Region nimmt die ehrenamtliche Hilfe eine herausragende Stellung ein. Vieles wäre ohne den uneigennützigen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen nicht umsetzbar. Die Ehrenamtskarte soll dabei eine Möglichkeit sein, DANKE zu sagen. Um das ehrenamtliche Engagement in seiner Gesamtheit zu unterstützen, sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig“, so Bürgermeister Dennis Junk.

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 14 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Weitere Informationen gibt es unter www.wir-tun-was.rlp.de.