Würdigung besonderer Verdienste: Carl-Friedrich Krüger erhält Bundesverdienstkreuz am Bande

„Diese Auszeichnung ist ein Zeichen des Dankes und die höchste Anerkennung, die unser Staat für besondere Verdienste um das Wohl der Menschen vergibt. Carl-Friedrich Krüger hat das kulturelle Leben in Deutschland maßgeblich mitgestaltet und bereichert“, so Kulturminister Konrad Wolf.

Bei einer Feierstunde zur Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Carl-Friedrich Krüger sagte er, die Überreichung eines Bundesverdienstordens sei für ihn ein ganz besonderes Ereignis: „Aus diesem Anlass möchte ich meine Anerkennung und Wertschätzung für einen Menschen ausdrücken, der sich mit seinem Engagement weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus in großem Maße verdient gemacht hat“, so der Minister weiter. Die Auszeichnung verleiht der Bundespräsident für besondere Verdienste. Der Bundesverdienstorden ist zugleich die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.
Bekannt wurde Carl-Friedrich Krüger als Mitbegründer des „Mainzer Forum-Theater – unterhaus“, das heute ein Markenzeichen der Landeshauptstadt Mainz ist. „Wenn es um Kleinkunst geht, ist das ‚unterhaus‘ die erste Adresse in Deutschland“, so Konrad Wolf in seiner Rede. Durch sein Engagement für das Kabarett machte Krüger sich bis heute, weit über die Grenzen von Mainz hinweg einen Namen.
Ce-Eff Krüger, wie der Künstler auch genannt wird, kam 1965 als Redaktionsassistent in die Abteilung „Kabarett, Kleinkunst, Chanson“ des ZDF. Kabarett und Satire waren damals noch wenig anerkannt und so entschloss sich Krüger, ein eigenes Kabarett in Mainz zu gründen. Gemeinsam mit Renate Fritz-Schillo und Artur Bergk eröffnete er 1969 das „unterhaus“. Über viele Jahre hinweg leitete Krüger das Kleinkunsttheater ehrenamtlich neben dem Beruf und ging dafür auch finanzielle Risiken ein. „Das ‚unterhaus‘ ist Talentschmiede, Förderstätte und Bühne für bekannte Kabarettkünstler und Nachwuchstalente zugleich. So sind Ce-Eff Krüger und ‚sein‘ ‚unterhaus‘ ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Reichweite und künstlerisch-gesellschaftliche Bedeutung Ehrenamt haben kann!“, lobte der Kulturminister.
Der Durchbruch von Krüger und dem „unterhaus“ gelang mit dem 1972 eingeführten Kleinkunstpreis, der heute quasi als Oscar für Kleinkunst gilt. Den Ehrenpreis stiftet das Land Rheinland-Pfalz. „Mainz und das ‚unterhaus‘ wurden zum ‚Mekka der Kleinkunst‘ erklärt. Das Mainzer ‚unterhaus‘ ist heute nicht mehr aus der deutschen Kabarettlandschaft wegzudenken und ein Leuchtturm unserer vielfältigen Kulturlandschaft“ betonte Minister Wolf. All das sei Carl-Friedrich Krüger zu verdanken.
Auch nach seinem Ruhestand im Jahr 2003 wirkt Ce-Eff Krüger als Unterstützer, Ideengeber und Berater für das „unterhaus“ und seine Geschäftsleitung. „Carl-Friedrich Krüger hat mit großem persönlichem Einsatz und in herausragender Weise Verdienste für das Kabarett und die Kleinkunst geleistet. Er hat mit seinem Engagement die Sparte Kabarett einem bürgerlichen Publikum geöffnet und zahlreiche Karrieren befördert. Diese Lebensleistung ist in höchstem Maße anerkennenswert und rechtfertigt die Auszeichnung mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland“, schloss der Minister.