‚Goldrush‘ mit Charlie Chaplin

Diese Woche verlost das Kulturland Rheinland-Pfalz, zusammen mit der IKuM – Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH, zwei Eintrittskarten für den Stummfilm ‚Goldrush‘ mit Charlie Chaplin, von 1925 mit der von Chaplin komponierten Original-Orchestermusik - live und synchron - dazu das Sinfonieorchester der Opera Classica Europa. Zu erleben am 3. Juni in der Alten Markthalle Ingelheim. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des FilmMusikFestivals Ingelheim statt, das vom 30. Mai bis zum 3. Juni eine Reihe interessanter Veranstaltungen bietet.

Film:


Alaska im Jahre 1898 – aus aller Welt kommen Glücksritter und Abenteurer, um das Gold zu bergen, das am Yukonfluss schlummert. So auch Charlie, der so gar nicht ins Bild passt. Doch was nützt die schönste Goldader, wenn man erstens vergessen hat, wo sie war und zweitens kein Essen mehr vorhanden ist. Zum Glück endet dieser Film auf allen Ebenen erfolgreich. Zudem enthält er zwei der bekanntesten Slapstick-Szenen: den Brötchentanz und den genussvollen Verzehr des alten weichgekochten Schuhs.

Musik:

Die Musik zu THE GOLD RUSH gehört zu den melancholischsten und düstersten Kompositionen von Charlie Chaplin. Auffällig ist, wie fein Chaplin seine Melodien ausgearbeitet und wie sehr er sich dabei von starren Strukturen löst. Allein in den zehn Takten der Anfangsmusik finden sich nicht weniger als 4 Taktwechsel, und dennoch fließt die Musik. Chaplin komponiert Musik, die nicht nur die äußeren Begebenheiten der jeweiligen Szenen illustriert (Sturm, Kampf oder Tanz), sondern auch die leibseelischen Vorgänge der Protagonisten – wie Hunger, Eifersucht oder Stolz – erfahrbar macht.

Darüber hinaus finden sich zahlreiche Zitate, die von Rimsky-Korsakow über Tschaikowski bis hin zu populären Liedern wie „For He’s A Jolly Good Fellow“ reichen. Charlie ist einer der vielen Goldsucher, die am Klondyke ihr Glück suchen, nur scheint er besonders wenig dafür geeignet. Vor einem Schneesturm flüchtet er ausgerechnet in die Hütte des berüchtigten Big Jim. Erst, als auch Jack Larsen in die Hütte kommt und Big Jim überwältigt, kann er bleiben. Die drei hungern, einer muss losgeschickt werden, Hilfe zu holen. Es trifft Big Jim, der allerdings mit seinem Fund – Gold und Lebensmittel, die er zwei von ihm erschossenen Goldgräbern abnimmt – nicht daran denkt, zurückzukehren. Der Hunger wird stärker und mit ihm die Visionen. Larsen sieht in Charlie ein Huhn, der Tramp kommt nur gerade so mit dem Leben davon. Einmal erscheint ein Bär zu Besuch: von dessen Fleisch gesättigt, überstehen beide den Sturm.

Sie trennen sich. Charlie zieht in die Stadt und verliebt sich unglücklich in Georgia. Larsen trifft auf Big Jim und wird von ihm niedergeschlagen. Lange Zeit später kommt auch er, sichtlich verwirrt, in die Stadt. Das Wiedersehen mit Charlie geht glücklich aus – der Tramp fürchtet erst, erneut ein Opfer von Larsens Visionen zu werden. Ihre Hütte wird im Schneesturm an einen Abgrund getrieben. Beide entkommen und stolpern über das Gold von Big Jim, der in einer Lawine umgekommen ist. Reich und zufrieden machen sich die Freunde auf die Rückfahrt, wo der Tramp Georgia wieder findet und diesmal von ihr erhört wird.

Regie: Chaplin, Charles
Musik für großes Orchester: Chaplin, Charles (1942)
Darsteller: Charles Chaplin, Georgia Hale, Mack Swain, Tom Murray u.a.
Kompositionen: Charles Chaplin 1942, Einrichtung: Timothy Brock (2007)

Quelle: http://www.king-ingelheim.de
und im Kulturland: http://kulturland.rlp.de

Nach oben