Erster, großformatiger Band über Erzbischof Willigis vorgestellt Geleitwort von Bischof Peter Kohlgraf

Wohl kaum eine Persönlichkeit hat die Entwicklung der Stadt Mainz in ihrer 2000-jährigen Geschichte so stark geprägt wie Erzbischof Willigis.

Er war Stellvertreter des Papstes, Erzkanzler und mächtigster Kirchenfürst nördlich der Alpen.

Er war Berater von Kaisern und Kaiserinnen sowie Baumeister des Mainzer Doms und der Kirche St. Stephan.

In dem ersten großformatigen Band über Erzbischof Willigis würdigt der Verlag Bonewitz, mit Stefan Schmitz als Herausgeber, den Idealtyp eines Reichsbischofs. Autor ist Dr. Matthias Dietz-Lenssen, der schon zahlreiche Bücher über Mainz und die Region geschrieben hat. Als Lektor konnte der Historiker und ehemalige Kulturdezernent der Stadt Mainz, Peter Krawietz, gewonnen werden. 

„Ich freue mich sehr über dieses wunderbare Buch“, so der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, von dem das Geleitwort stammt. Das Buch schlage zugleich eine Brücke in die Welt des Mittelalters „und macht Willigis, sein Umfeld und seine Zeit für eine breite Leserschaft zugänglich.“ Ein Anliegen, das auch dem Herausgeber des Willigis-Bands, Stefan Schmitz, am Herzen liegt: „Wir wollten ein klar verständliches Buch herausbringen, ein angenehm lesbares, mit vielen anschaulichen Bildern – das ist meiner Ansicht nach sehr gut gelungen.“

Auf 200 Seiten mit rund 100 Bildern und Illustrationen beschreibt der Mainzer Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen Leben und Wirken von Willigis, der in den 36 Jahren seiner Amtszeit die Entwicklung von Mainz und der Region grundlegend beeinflusste, aber auch die Entwicklung der gesamten Kirchenprovinz und des Heiligen Römischen Reiches. „Willigis gelang es, Mainz zur zweitmächtigsten Metropole der Christenheit nach Rom zu formen“, so Dietz-Lenssen, „je mehr ich mich bei meinen Recherchen zu diesem Buch mit seiner Person und seiner Geschichte beschäftigt habe, umso beeindruckter war ich – vor allem, wenn man seine Wirkung bedenkt, die nun schon über 1000 Jahre anhält.“

Für den Verleger Michael Bonewitz schließt sich mit dem Erscheinen des Buchs zugleich eine Lücke in der Geschichtsliteratur der Stadt: „Es ist in dieser Form der erste großformatige Band über einen der größten und bedeutendsten Söhne der Stadt. Danken möchte ich vor allem Stefan Schmitz, der als Mainzer Mäzen und als bekennender Bücherfreund das Erscheinen dieser Publikation erst möglich gemacht hat. Danken möchte ich natürlich auch dem Autor, der sich einmal mehr akribisch durch die Quellen gelesen und gearbeitet hat und nicht zuletzt Peter Krawietz, den ich persönlich als Geschichtslehrer schätzen gelernt habe und der uns dank seines Wissens und seiner beachtlichen Bibliothek viel mehr als ein Lektor war.“

Vorgestellt wurde das Buch im Landesmuseum Mainz. Erfreut zeigte sich die Direktorin, Dr. Birgit Heide, über den neuen Willigis-Band, „da er thematisch sehr gut zu unserer bevorstehenden Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ passt, die im September im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eröffnet wird.“