Interregionaler Kulturpreis in der Großregion ausgeschrieben

Das Kulturleben war in den vergangenen Wochen massiv von den Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen. So auch in allen Teilen der Großregion Saar-Lor-Lux. Zwischenzeitlich konnte das kulturelle Leben, wenn auch noch eingeschränkt, wiederaufgenommen werden. Der Verein Kulturraum Großregion, der für die Koordination, Begleitung und Kommunikation grenzüberschreitender kultureller Projekte zuständig ist, hat den Interregionalen Kulturpreis ausgeschrieben.

Damit werden kreative, innovative und nachhaltige Ideen für die grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit ausgezeichnet, die den besonderen aktuellen Bedingungen Rechnung tragen. Der Wettbewerb wird als Konzeptions- und Umsetzungsförderung für Kunstprojekte ausgeschrieben. „Die Corona-Pandemie ist eine große Herausforderung für die Kulturszene und hat die Kunst und Kultur vor besondere Herausforderungen gestellt. Veranstaltungen konnten nicht durchgeführt werden, Aufträge sind weggebrochen. Der Interregionale Kulturpreis des Vereins Kulturraum Großregion leistet mit seinem Preisgeld einen Beitrag, Kulturschaffende grenzüberschreitend zu stärken und ihre kulturelle Arbeit unter den neuen Rahmenbedingungen zu unterstützen.

Wir wollen diese Künstlerinnen und Künstler ermutigen kreativ mit den Auswirkungen der Pandemie umzugehen. Künstlerinnen und Künstler werden bei der Einrichtung neuer kultureller Formate gefördert, insbesondere auch bei Projekten, die für den digitalen Raum konzipiert werden,“ sagte Kulturminister Konrad Wolf. Die Ausschreibung richtet sich an frei produzierende Künstlerinnen und Künstler, Ensembles, Vereine, Einrichtungen und Strukturen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Schauspiel, Performance, Neue Medien, Musik, Musiktheater, Kinder-und Jugendtheater, Literatur und Straßenkunst, die in der Großregion leben und arbeiten. 

Mit dem Preis sollen fünf Konzeptideen ausgezeichnet werden, die mindestens mit Partnern aus zwei unterschiedlichen Regionen an einem Thema arbeiten. Dabei kommen ausschließlich Konzepte in Frage, die für ein deutsch-und französischsprachiges Publikum gleichermaßen zugänglich sind. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2020.

Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, die sich aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter pro Teilregion zusammensetzt. Die beteiligten Teilregionen sind: 
•    Luxemburg 
•    Saarland 
•    Rheinland-Pfalz
•    Föderation Wallonien-Brüssel und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens 
•    Région Grand Est
Ausgezeichnet werden 5 Konzepte mit Preisen in Höhe von 2.000 Euro bis 5.000 Euro je nach Anzahl der beteiligten Regionen. Die 3 bestplatzierten Bewerbungen erhalten zusätzlich eine Förderung zur Umsetzung des Konzepts bis zu einer Höhe von 15.000 Euro. 

Folgende Auswahlkriterien werden dabei zugrunde gelegt:
•    Künstlerische Qualität, 
•    Innovativer Ansatz, 
•    Grenzüberschreitender Mehrwert, 
•    Nachhaltigkeit der Projektidee, 
•    Qualität der Projektpartnerschaft. 
Die Antragsunterlagen sind in deutscher und französischer Sprache in elektronischer Form an den Verein Kulturraum Großregion zu richten. Die Preise werden im November 2020 im Rahmen der Kulturministerkonferenz der Großregion verliehen. 

Ansprechpartner:
Dr. Hans-Jürgen Blinn 
Ministerium für Bildung, Mittlere Bleiche 61 D-55116 Mainz; 
hans-juergen.blinn(at)bm.rlp.de