Was braucht die Freie Kulturszene des Landes?

Am 12. August fand im Landesmuseum der erste „Zukunfts-Workshop“ des Kultursommers Rheinland-Pfalz statt

Es war eine offene und konstruktive Diskussion – und der Minister hat aufmerksam zugehört: „Mit den Erkenntnissen aus diesem und den kommenden Workshops werden wir die Weichen stellen für die nächste Legislaturperiode, damit die Kultur in unserem Land auch in den kommenden Jahren eine hohe Qualität und Vielfalt für seine Bürgerinnen und Bürger und für seine Gäste bietet.“

2021 wird der Kultursommer Rheinland-Pfalz 30 Jahre alt – ein hervorragender Anlass, frühzeitig über Perspektiven nachzudenken, neue Ideen zu entwickeln und zu diskutieren. „Das wurde in den Kultursommer-Foren auch früher gemacht und in vielen Gesprächen und an runden Tischen ist in all den Jahren vieles miteinander besprochen und so manches Problem gelöst worden“, so der Minister. Und wirklich ist in über 25 Jahren rund um die „Dachmarke Kultursommer“ viel geschehen: die Förderung der Soziokultur, der regionalen Festivals und der kulturellen Bildung; der Changemanagement-Prozess „Kultur im Wandel“ oder die Vereinfachung der Förderrichtlinien.

Was sind jetzt die Anforderungen der Kulturszene? Natürlich, mehr Geld darf es immer sein, aber auch Planungssicherheit und gleichzeitig die Offenheit für Neues. Die Fragen nach mehr Beratung und mehr Netzwerken konnte durch die Gründung von zwei Kultur-Beratungsstellen (mit Sitz in Lahnstein und Kaiserslautern) vor wenigen Monaten schon im Ansatz beantwortet werden. Alle angesprochenen Themen – vom Kultursommer-Zeitraum, Transparenz bei der Projektvergabe, Nachwuchs, Gagen, Infrastruktur bis hin zum Wert der Kultur für die Gesellschaft – wurden aufgenommen und gut dokumentiert.

Die Erkenntnisse der verschiedenen Zukunfts-Workshops sollen erst einmal gesammelt werden, bevor es an die Analyse und Umsetzung geht. Mindestens zehn solcher Treffen wird es in den nächsten Monaten insgesamt geben – in den anderen Oberzentren und in den ländlichen Räumen des Landes – damit möglichst viele und möglicherweise auch regional unterschiedliche Ideen gesammelt werden können. „Ich bin sehr gespannt und freue mich auf die weiteren Gespräche. Gemeinsam mit den Kulturschaffenden möchte ich die Türen unserer Kultureinrichtungen weiter öffnen, damit jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit hat Kultur zu erfahren und Kultur selbst zu gestalten “, so Wolf.

Die nächsten Termine sind am Dienstag, 27. August, im Vogtshof in Hachenburg und am Freitag, 6. September, in Edenkoben. Weitere Termine wird es bis ins nächste Jahr hinein in Trier, Koblenz, Ludwigshafen und anderen Orten geben – die Termine werden rechtzeitig veröffentlicht. www.kultursommer.de