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Filme aus Israel / Isreal im Film

Synonymes

Programmkino / Film

Mainz, Rheinhessen
01.12.2021

Yoav hat keinen guten Start in Paris. Dabei ist der junge Israeli mit höchsten Erwartungen hierher gekommen. Die Wohnung, an deren Tür er klopft, ist leer. Als er dort ein Bad nimmt, werden seine Sachen gestohlen. Am nächsten Morgen finden ihn die Nachbarn Caroline und Èmile halb erfroren unter der Dusche. Sie retten ihn in ihre Wohnung und ihr Bett. Doch ihr Interesse an seiner Person scheint nicht ganz selbstlos zu sein.
Das Verhältnis mit Caroline und Émile gerät zwischenzeitlich aus dem Blick. Dafür dominieren fortan Yoavs Begegnungen mit, meist exentrischen, ehemaligen Landsleuten.
Dabei will er so schnell wie möglich seine Nationalität loswerden. Israeli zu sein, ist für ihn eine Belastung. Franzose zu werden hingegen bedeutet für ihn die Erlösung. Um seine Herkunft auszulöschen, versucht Yoav die Sprache zu ersetzen. Kein hebräisches Wort soll mehr über seine Lippen kommen, stattdessen setzt er alles daran, sein Französisch zu vervollkommnen. Das Wörterbuch wird zum ständigen Begleiter auf seinen ziellosen Streifzügen durch Paris.

Basierend auf eigenen Erfahrungen erzählt Nadav Lapid hintergründig und mit trockenem Humor von der Schwierigkeit, neue Wurzeln zu bilden. Der Versuch, zu sich selbst zu finden, weckt die bösen Geister der Vergangenheit und existenzielle Abgründe tun sich auf. Eine tragikomische Hommage an die Nouvelle Vague, ein rauschhafter Trip durch das Paris von heute, eine unsentimentale Geschichte über den Versuch, in einem neuen Leben anzukommen.

»SYNONYMES« ist die Geschichte einer Migration, einer Herkunftsverleumdung, ein Parisfilm inklusive einem der urfranzösischsten Thema, der Ménage-à-trois. Der Film ist vieles, vor allem aber anders. Mit einer Melange aus Sprache und Physis feiert Nadav Lapid die Magie des Kinos und kann das dank seines fantastischen Hauptdarstellers Tom Mercier (in seinem Filmdebüt!) ohne Einbußen tun. Auf der diesjährigen Berlinale wurde Lapids Film sowohl mit dem Goldenen Bären als auch mit dem Preis des internationalen Kritikerverbunds FIPRESCI ausgezeichnet.« (Alexandra Wach, film-dienst)

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Veranstaltungsort

Cinémayence
Schillerstraße 11
55116 Mainz
info(at)cinemayence.de




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