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Ausstellungseröffnung: Heiß begehrt - 250 Jahre Zweibrücker Porzellan (1767-1775)

Kunsthandwerk / Design

Zweibrücken, Pfalz
20.10.2017

Jahrhunderte lang hüteten die Chinesen das Geheimnis der Porzellanherstellung.
Mit dem Bekanntwerden der exotischen Heißgetränke Kaffee, Tee und Schokolade, die besonders gut aus Porzellan schmecken, begann in Europa die Jagd nach der Porzellanrezeptur, dem Arkanum.

1708 gelang es in Sachsen – erstmals in Europa – weißes Hartporzellan herzustellen.
Das lukrative Wissen blieb nicht lange geheim. Bald war es eine Prestigesache für die Fürsten, ihre Hoftafeln mit eigenem "weißen Gold" zu decken.

Auch Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken förderte im Zuge einer merkantilistischen Wirtschaftspolitik die Gründung einer "Porzellanfabrique" in seinem Land (1767).
Acht Jahre ließ er, zuerst in Gutenbrunn und dann in Zweibrücken, hochwertiges Porzellan produzieren. Trotz künstlerischer Güte fehlte aber, wie in anderen Kleinstaaten auch, der Absatzmarkt für die teure Luxusware. Mit dem Tod des Herzogs, 1775, endeten die Subventionen, die Produktion wurde eingestellt.
Die wenigen erhaltenen Zweibrücker Porzellane, ca. 250 Teile, sind heute heiß begehrte Sammlerstücke.

Die Sonderausstellung ergänzt die weltweit größte Sammlung des Stadtmuseums (83 Teile) durch wertvolle Leihgaben.
Neben der die speziellen Esskultur des Rokokos veranschaulicht die Ausstellung den aufwendigen Herstellungsprozess und lüftet damit das einst streng gehütete Geheimnis des Arkanums.

Eröffnungsprogramm:

Begrüßung
Henno Pirmann - Kulturdezernat der Stadt Zweibrücken

Vortrag
Dr. Elisabeth Kessler-Slotta - Kunsthistorikerin

Danksagung
Dr. Charlotte Glück - Leiterin des Stadtmuseums Zweibrücken

Musikalische Umrahmung
Herzog Christian Musikschule der Stadt Zweibrücken

Quelle und weitere Informationen zur Ausstellung: https://www.zweibruecken.de

Veranstaltungsort

Stadtmuseum Zweibrücken
Herzogstraße 8
66482 Zweibrücken




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