2009 - Bildhauersymposium Krickenbach

Ansprechpartner: Herr Jürgen Picard, Tel.: 06307-337

Beschreibung
Am Bildhauersymposium im Jahre 2009 haben eine Bildhauerin und vier Bildhauer aus Deutschland und Großbritannien teilgenommen.
Als Materialien fanden 2009 Stahl und Sandstein für sich oder in Kombination Verwendung. Die Sandsteine stammen aus dem Natursteinpark Krickenbach von Herrn Jürgen Picard, woraus dem Bildhauersymposium 2009 eine besondere Note zuzurechnen ist. Dabei setzen raue, rund geschwungene Formen sowie glatte, scharfkantige Flächen Akzente und werden in ihrer unterschiedlichen Oberflächengestaltung zu Ausdrucksträgern.

Die Skulptur des Britischen Künstlers Michael Dan Archer (1)hat sich im Laufe des Symposiums von der ursprünglichen Idee einen Durchgang zu einem Übergang zu schaffen, zu einer Passage welche auf eine Reise einladen soll entwickelt. Die Idee hierzu hatte der Künstler in einem alten Fabrikkorridor, bei einem Atelierbesuches eines befreundeten Künstlers in Spanien. Die Passage ist aus einem einzigen Stein gefertigt, welcher zurecht gesägt und gespalten wurde. Der Senkrecht stehende, Zentrale Block der Skulptur, welcher aus der Mitte des Durchganges entfernt wurde, beherbergt ein aufschlussreiches Zitat aus dem Buch des Afrikanischen Autors Ben Okri, zur Natur des Waldes.
Der in Bitburg ansässige Künstler Albert Hettinger (2)hat eine aus zwei riesigen Sandstein Blöcken bestehende 5,5m hohe Skulptur, mit dem Titel „Auf und ab „ geschaffen. Diese ist von nicht ganz exakten Linien geprägt, welche mit der Rinde der umstehenden Bäume korrespondieren. Den Standort seiner zweiteiligen Struktur, welche am Wegesrand zwischen zwei schlank aufragenden Birken thront, hat der Künstler mit Bedacht ausgewählt, um den Eindruck einer harmonischen fließenden Bewegung zu unterstreichen.
Angelika Summa (3) hat während des Bildhauersymposiums in Krickenbach einen 2m hohen Kubus aus Stahlwindungen geschaffen, welcher im Inneren einen kleinen Würfel beherbergt. Die Windungen des Drahtes sollen denen eines Gehirns gleichen der Titel „Think tank“, welche gemeinhin als Denkfabriken bezeichnet werden bekräftigt das Verständnis der Skulptur zu einem Gehirn. Diese mit Think tank bezeichneten Denkfabriken, kommen zusammen um über Probleme in der Gesellschaft nachzudenken und Lösungen zu finden. Die Skulptur steht an einem für diese Überlegungen passenden Ort, da sie am Aus- bzw. Eingang eines Friedhofes platziert wurde, also gerade dort wird sich der Mensch seiner Sterblichkeit bewusst und denkt über die Entscheidungen und die Entwicklung des Lebens nach.
Der in der Eifel geborenen Künstler Werner Bitzigeiok (4) erschuf die  wahrscheinlich  einzige nicht im bildhauerischen Sinne kreierte Skulptur des Symposiums 2009. In wochenlanger Eigenarbeit hat er den kompletten Stahlkörper eigenhändig zusammengeschweißt, um diesen dann mit einem tonnenschweren, unbearbeiteten Stein zu belasten. Durch diesen Stein wurde der immanente Rhythmus des Rasters gestört und es entstand eine spezifischere Eigenart eines leicht Formbaren Stoffes durch einen anderen.
Rainer Fest's Skulptur „Von hier aus“ (5) besteht aus drei stelenartigen Blöcken aus rötlichem Sandstein, welche so nebeneinander stehen, dass sie nicht nur miteinander in Bezug treten, sondern eine Art raum bilden, den der Betrachter betreten und somit am eigenen Leib erfahren kann.