125 Jahre Peter-Cornelius-Konservatorium

Ein freudiges Jubiläum feierte das Peter Cornelius Konservatorium am Sonntag, 01. Juni 2008, 11.00 Uhr, im Konzertsaal des Hauses mit seinem 125jährigen Bestehen. Dass diese Feier mit etwa einem Jahr "Verspätung" stattfindet, soll den Jubel nicht beeinträchtigen, hat doch diese kleine Verzögerung überaus gute Gründe mit dem Bezug der "neuen PCK-Heimat" am Taubertsberg.

Ein freudiges Jubiläum feierte das Peter Cornelius Konservatorium am Sonntag, 01. Juni 2008, 11.00 Uhr, im Konzertsaal des Hauses mit seinem 125jährigen Bestehen. Dass diese Feier mit etwa einem Jahr "Verspätung" stattfindet, soll den Jubel nicht beeinträchtigen, hat doch diese kleine Verzögerung überaus gute Gründe mit dem Bezug der "neuen PCK-Heimat" am Taubertsberg.

 

Das Konservatorium sei zwar bereits 1882 gegründet worden, betonte Oberbürgermeister Jens Beutel im Rahmen der Jubiläumsfeier: "Wenn man aber ein Haus baut, will man schließlich im neuen Gebäude feiern und in die Zukunft sehen. Denn jedes Jubiläum markiert auch einen Neuanfang: Dem obligatorischen Rückblick auf das bisher Geleistete und Erreichte folgt der hoffnungsvolle Ausblick." Mit dem Bezug des Neubaus könne das Peter-Cornelius-Konservatorium sein 125jähriges Bestehen nun in vollen Zügen genießen. Bei der Retrospektive auf diese bewegte Geschichte dürfe ein sehr positives Fazit gezogen werden, so Beutel.

 

Das PCK kann auf eine glanzvolle Vergangenheit zurück blicken. Seit der Gründung macht sich diese Institution um die Förderung von musikalischen Talenten verdient und avancierte zur "tragenden Säule der Ausbildung des professionellen Nachwuchses". Dem PCK eilt zugleich der Ruf hoher künstlerischer Reputation voraus, das hohe professionelle Ausbildungsniveau wird allerorten von Künstlern und Musikschullehrern gleichermaßen unterstrichen.

 

Mehr noch: Das Konservatorium stellt einen festen Bestandteil des künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens in der Landeshauptstadt dar und ist darin zugleich eng mit weiteren musikalischen Institutionen wie dem Fachbereich Musik der Universität als auch dem Staatstheater Mainz sowie mit den Schulen eng vernetzt.

 

Das Konservatorium war 1882 aus bürgerschaftlicher Initiative heraus als private Lehranstalt von dem Mainzer Peter Paul Heinrich Schumacher gegründet worden. 38 Jahre später übernahm die Stadt Mainz (1920) bis zum heutigen Tage das einzige Konservatorium dieser Ausprägung in kommunaler Hand in ganz Deutschland. Vermittelt wird unter dem PCK-Dach musikalische Bildung vom Kleinkindalter an bis hin zur künstlerischen Reifeprüfung: Stolze 2.600 Schüler/innen aller Altersgruppen, rund 130 Studierende und 130 Dozenten verzeichnet das PCK im Jubiläumsjahr.

 

Das Peter-Cornelius-Konservatorium erlebte eine wechselvolle Geschichte mit einigen Standort- als auch Namenswechseln. Seit 1936 firmiert es unter dem heutigen Namen "Peter-Cornelius-Konservatorium". Zweimal kam jeweils nach den beiden Weltkriegen die musikalische Ausbildung fast gänzlich zum Erliegen. Beide Male wagten die Stadt Mainz und das Konservatorium trotz erdrückender äußerer und finanzieller Verhältnisse mit großem Engagement und mit erheblichen finanziellen Opfern einen Neuanfang. Auch die vergangenen Jahre brachten besondere Herausforderungen mit sich, so der OB: "Sparen ohne Qualitätsverlust und gleichzeitig einen neuen Standort finden, lautete die schwierige Aufgabe. Umso erfreulicher ist es, dass die gefundene Lösung in kürzester Zeit realisiert werden konnte."

 

Mit dem erfolgten Neubau am Taubertsberg, dem zahlreiche weitere Standortprüfungen vorausgegangen waren, legte die Stadt Mainz ein Bekenntnis zum Peter-Cornelius-Konservatorium ab, sicherte dessen Zukunft und ebnete den Weg für die weitere Entwicklung. Die neue Heimat ist zugleich ganz auf die Bedürfnisse der Institution PCK ausgerichtet, gut erreichbar und unterstreicht damit die Bedeutung dieses Aushängeschildes für die Kulturstadt Mainz. Zugleich befindet es sich hier in guter Nachbarschaft zum Fachbereich Musik der Universität, mit dem das PCK seit 2002 eine enge Kooperation bei der Studienausbildung verbindet - wie auch mit dem Staatstheater Mainz bei der Opernsängerausbildung.

 

Seit der Gründung 1882 wurden im PCK unzählige junge Menschen an die Musik herangeführt, hoch angesehene Dozenten lehrten hier. Manch berühmter Name ist mit dem PCK verbunden: Hans Rosbaud, Hans Gál, Eduard Zuckmayer, Yfrah Neaman, der kürzlich leider verstorbene Volker Hoffmann sind hier zu nennen.

 

Der besondere Dank gilt jedoch zugleich jenen Menschen, die das PCK über Jahrzehnte mitgeprägt und bleibende Spuren hinterlassen haben, die sich für das Peter-Cornelius-Konservatorium engagierten und an seiner Entwicklung aktiv mitarbeiteten. Das Konservatorium hat sich in seiner langen Geschichte allen Widrigkeiten und Schwierigkeiten zum Trotz stetig weiterentwickelt - mit Augenmaß und ohne die Maxime 'Bildung und Ausbildung von Talenten in einem umfassenden Sinne' aus den Augen zu verlieren.

 

Quelle: Stadt Mainz

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