Zum zweiten Mal präsentiert FILMZ, das Festival des deutschen Kinos, eine eigene Reihe für Dokumentarfilme im traditionellen Mainzer Programmkino CinéMayence. Neun packende Dokumentarfilme unterschiedlicher Länge bieten den Zuschauern Einblicke in Alltägliches und Außergewöhnliches mit realistischen, nachhaltigen, wahrhaftigen und emotionalen Filmen, die gleichermaßen zum Amüsieren wie zum Empören einladen und nachdenklich stimmen sollen.
Die Dokumentarfilmreihe von FILMZ wird am 29. November, dem zweiten Festivaltag, mit "Here We Come" von Nico Raschik eröffnet. Der Film wirft einen Blick auf die Breakdance- und HipHop-Szene im sozialistischen Alltag der DDR - ein unterhaltsamer Film, der mit seiner Beschreibung einer gerade im Westen kaum bekannten DDR-Subkultur für manchen Aha-Effekt sorgen wird.
Die weiteren Filme der Dokumentarfilm-Reihe sind vielfältig wie das Leben. "FILMZ will den Aufwind des dokumentarischen Films der letzten Jahre mitnehmen und Dokumentarfilme präsentieren, die ebenso abwechslungsreich wie unterhaltsam sind. Wir wollen damit einerseits den Freunden des Dokumentarfilms bisher Unbekanntes zeigen, andererseits ein neues Publikum gewinnen und es davon überzeugen, dass die Filmgattung weit entfernt ist von ihrem verstaubten Image", erklärt Uludag vom FILMZ-Organisationsteam.
"Trotzdem Danke" offenbart, zu welchen Reaktionen deutsche Bus-, Straßen- und U-Bahn-Fahrer sich provoziert fühlen, und bietet Spaß am Beobachten. "Hukl", "Laufhaus" und "Der letzte Sommer" werfen einen vertraulichen und intimen Blick hinter die Kulissen der Orte und Regionen Deutschlands, die kleine Absurditäten des Alltags versprechen. "Donne-moi plus" und "Mein Tod ist nicht mein Tod" kreisen dagegen um emotionale und leidenschaftliche Beziehungen, die gleichermaßen berühren und staunen lassen.
"Zirkus is nich" und "Osdorf" (beides Berlinale-Teilnehmer 2007) erzählen von Kindern und Jugendlichen am Rande der Gesellschaft, die scheinbar keine Perspektive haben und um ihr alltägliches Dasein kämpfen müssen. Beide Regisseurinnen (Astrid Schult für "Zirkus is nich" und Maja Classen für "Osdorf") kommen sehr nahe an ihre Protagonisten ran und präsentieren einen unverstellten und glaubwürdigen Blick auf sozial engagierte Themen, der Aufmerksamkeit auf gesellschaftliche Missstände lenkt.
Zu allen neun Filmen der Dokumenarfilmreihe wird ein Gast, meistens der Regisseur, anwesend sein.
FILMZ findet vom 28. November bis zum 2. Dezember in Mainz statt. Im Hauptprogramm laufen zehn deutsche Langfilme, die zuvor keinen Kinostart hatten. Neben der Dokumentarfilmreihe läuft eine Rückblende, die mit fünf Filmen Margarethe von Trotta gewidmet ist. Kurzfilme und ein umfangreiches Rahmenprogramm runden das Festival ab.
weitere Informationen zum Festival unter:
http:// www.filmz-mainz.de
Quelle: www.kulturportal-deutschland.de