Archäologen erforschen prähistorisches Elfenbein

Prähistorische Elfenbeinobjekte aus spanischen Museen hat das Internationale Zentrum für Elfenbeinforschung (INCENTIVS) in Mainz untersucht. Wie die zur Johannes Gutenberg- Universität gehörende Einrichtung mitteilte, geben die Untersuchungen Aufschluss über die frühen Beziehungen zwischen östlichem und westlichem Mittelmeer. Insgesamt 36 Funde seien auf Art und Herkunft des Elfenbeins untersucht worden. Sie wurden vor etwa 4000 Jahren auf der iberischen Halbinsel hergestellt. Die genauen Ergebnisse sollen auf der 4. Jahrestagung des Zentrums am 12. April vorgestellt werden.

 

Bei der Tagung des 2003 gegründeten Zentrums stünden archäologische Themen im Vordergrund. "Wir haben in letzter Zeit sehr interessante und archäologisch wertvolle Objekte in Mainz untersucht und werden die Tagung nutzen, um einen Teil dieser Arbeiten vorzustellen", sagte der INCENTIVS-Projektleiter Arun Banerjee.

 

Vorgestellt werden bei der Tagung auch eine im Raum Paderborn gefundene Kreuzigungsgruppe, die Grabbeigaben eines Kindergrabs beim Frankfurter Dom sowie der "Löwenmensch" - eine 32 000 Jahre alte und 30 Zentimeter hohe Figur aus Mammutelfenbein. Sie gehöre zu den ältesten bekannten Kunstwerken des Menschen und wurde angeblich nur mit Steinwerkzeugen geschaffen. Zudem sollen Forschungsmethoden wie das Spektrometrie-Verfahren oder die Sauerstoffisotopie in der Analytik vorgestellt werden.

 

Quelle: www.rlp.de

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