AYO

Ihr eher ungewöhnlicher Name stammt aus der westafrikanischen Yoruba-Sprache und steht für "Freude". Und es ist in der Tat eine Freude, die attraktive Musikerin dabei zu beobachten, wie sie ihre Fans dazu einlädt, gemeinsam mit ihr in die Welt der Musik (im Gegenteil zu World-Music) einzutauchen. "Mein Vater hat mich gewissermaßen mit einer musikalischen Flasche großgezogen, denn er arbeitete hin und wieder als DJ. Bei uns im Haus gab es unendlich viele Vinyl-Alben." So wuchs Ayo zwischen Pink Floyd und Fela Kuti, den Soul Children und Bob Marley bzw. zwischen Bunny Wailer ("immer wieder eine Zeitreise in meine Kindheit!") und Prince Sunny Adé ("der absolute Held in Sachen Juju-Musik") auf.

 

Laut eigener Aussage will sie mit diesen Texten ihrem Vater gedenken, ihrer "Referenz", und gleichzeitig ihre Mutter, ihre "Muse", in die Musik integrieren.

Doch es gibt noch zwei weitere Einflüsse, die den Klang dieses Albums deutlich geprägt haben - ein Album übrigens, das auch im Jahr 1970 hätte aufgenommen werden können. Zunächst wäre da ihr Mentor Donny Hathaway zu nennen, "ein Sänger, der eigentlich gar keine Worte benötigt, um seine Gefühle zu transportieren. Seine Musik ist so emotional, so wahnsinnig tiefschürfend! Das geht soweit, dass ich auch heute noch manchmal weinen muss... Seine Songs wurden vor rund 35 Jahren geschrieben, aber sie sind heute noch genauso aktuell wie damals. Sie haben nichts an Kraft eingebüßt!" Das würde auch erklären, warum sie von derzeitigem Neo-Soul nichts hören will: "Für mich ist das belanglos. Ich bevorzuge da die Musik aus den 60ern und 70ern."

 

Ihr zweites Idol ist Jimmy Cliff. Von dem jamaikanischen Musiker lernte sie, wie man Geschichten in Songs verpackt, wie man sich mitteilt und andere mit seinem Texten berührt, ohne dabei große Kompromisse einzugehen. Denn das ist es auch, was den Kern von Ayos Musik ausmacht: Sie will auf ehrliche Weise ihre Geschichten mitteilen, will andere Menschen berühren und ihre Erfahrungen und Träume greifbar machen. "Auch wenn man unglaublich harte Zeiten erlebt hat, ist es doch das Wichtigste, sich stets daran zu erinnern, dass man das Leben genießen muss -, man darf nie aus den Augen verlieren, was einen motiviert, was einen weitermachen lässt. So kann man an der Oberfläche bleiben, weiterleben, auch wenn einem im Herzen nach Weinen zumute ist."

 

Veranstaltungsort:

Frankfurter Hof

Augustinerstraße 55

55116 Mainz

 

Kontakt:

Tel.: 06131-220438

Mail: frankfurter-hof@stadt.mainz.de

www.frankfurter-hof-mainz.de

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