Die Max Slevogt-Galerie zeigt in der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben seit dem 20. August die Ausstellung "Berliner Impressionismus - Liebermann, Slevogt, Corinth und die Maler der Secession".
Präsentiert werden 64 Werke aus der Nationalgalerie Berlin im Rahmen des föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. In Kürze wird bereits der 10.000 Besucher zu begrüßen sein. Kunstliebhaber haben noch bis zum 26. November Zeit, die 64 Gemälde und Plastiken von 38 Künstlern zu bewundern.
Die ausgestellten Werke sind nicht nur als Kunstwerke interessant. Sie repräsentieren gleichzeitig eine historische Kunstepoche. 1898 wurde in Anlehnung an vergleichbare Bewegungen in München, Wien, Dresden oder Weimar die Berliner Secession gegründet. Sie wandte sich gegen Kaiser Wilhelm II., der die Werke Liebermanns und Corinths als "Rinnsteinkunst" (Kaiser Wilhelm II) verunglimpfte. Unmittelbarer Anlass der Gründung war, dass die Jury der Großen Berliner Kunstausstellung ein Bild von Walter Leistikow zurückwies.
Die Secession bestand bis 1933, doch gab es bereits vorher interne Auseinandersetzungen, die zu mehreren Abspaltungen führten. Ihre wichtigste Phase waren die Jahre von 1898 bis 1914, aus der auch die meisten Bilder der Ausstellung "Berliner Impressionismus" stammen.