Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff wird die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz 2008 erhalten. Dies hat Ministerpräsident Kurt Beck bekannt gegeben. In Erinnerung an den Schriftsteller und Dramatiker Carl Zuckmayer zeichnet der rheinland-pfälzische Ministerpräsident jährlich am 18. Januar, dem Todestag Zuckmayers, auf Vorschlag einer Jury Persönlichkeiten aus, die sich besonders um die deutsche Sprache verdient gemacht haben. "Bodo Kirchhoff ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, sagte Ministerpräsident Beck zur Begründung.
Mit seinen Romanen "Infanta" und "Parlando" habe er sich in die erste Reihe deutscher Autorinnen und Autoren geschrieben. Auch sein Buch "Schundroman" oder sein neuester Roman "Eros und Asche" seien unter literarischen wie gesellschaftspolitischen Aspekten viel beachtet und diskutiert worden.
Der 1948 geborene Bodo Kirchhoff studierte in Frankfurt am Main Pädagogik und promovierte über Jacques Lacan. Außer Romanen hat er auch Erzählungen und Drehbücher geschrieben. Er lebt und arbeitet in Deutschland und am Gardasee in Italien.
Ministerpräsident Kurt Beck wird Bodo Kirchhoff die vom rheinland-pfälzischen Bildhauer Otto Kallenbach geschaffene Carl-Zuckmayer-Medaille am 18. Januar 2008 im Großen Haus des Mainzer Staatstheaters überreichen. Mit der Ehrung verbunden ist ein 30-Liter-Fass mit dem von Carl Zuckmayer geschätzten Nackenheimer Wein.
Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind:
Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007).