"Unsere 75 Kilometer Limes-Welterbe bergen vielfältige Chancen für die regionale Entwicklung. Um den Limes zu erhalten und gleichzeitig dieses Entwicklungspotenzial zu nutzen, werden wir ein Limesentwicklungsprogramm auf den Weg bringen", sagte Innenminister Karl Peter Bruch heute in Nassau. Das Limesentwicklungsprogramm solle alle konzeptionellen und fachgebiets-übergreifenden weiteren Entwicklungsschritte zusammenführen. "Hierzu gehört neben dem Visualisierungskonzept, dem seit 2006 aufgelegten 100.000 Euro- Sofortprogramm, den Baumaßnahmen in Rheinbrohl und Pohl auch die Erstellung eines begleitenden Konzepts zur touristischen Entwicklung", so Bruch weiter.
Ziel sei es, durch ausgewählte Maßnahmen die touristische Attraktivität und damit die Wertschöpfung in der Region zwischen Rheinbrohl und Holzhausen an der Haide zu erhöhen. Durch Schwerpunktausbildungen am Limes sollen bereits gut erschlossene Bereiche gestärkt und ausgewählte Teile ausgebaut werden. Eine Verknüpfung zum Welterbe 'Oberes Mittelrheintal', die Anbindung an die Premium-Wanderwege Rheinsteig und Westerwaldsteig in Rheinbrohl sowie der Ausbau des Limes-Wanderweges und Radweges sollen Synergien herbeiführen und zusätzliche Impulse in die Region lenken. Ehrenamtliches Engagement und eine intensive Bürgerbeteiligung seien Markenzeichen der Entwicklungen am Limes. Die seit 2005 initiierten Projekte des Innenministeriums seien durch die Projektentwicklungsgesellschaft (PER) in enger Abstimmung mit den Kreisverwaltungen, Ortsgemeinden und ehrenamtlich Tätigen konzipiert worden. Hierzu hätten nahezu 30 Veranstaltungen in den Ortsgemeinden stattgefunden, in denen die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Konzeptfindung mit einbezogen worden seien. "Der Erfolg der Bürgerbeteiligung zeigt sich im großen Engagement, mit dem derzeit zahlreiche Maßnahmen mit Hilfe Ehrenamtlicher umgesetzt werden", hob Bruch hervor. "Für die künftige Limesentwicklung, die in weiten Teilen bis zur BUGA 2011 abgeschlossen sein soll, ist es entscheidend, dass ein integrativer Ansatz für die Zusammenführung der unterschiedlichen Belange eingesetzt wird. So sind die Vorgaben des Denkmalschutzes oder Naturschutzes in Einklang mit der Erschließung des touristischen Potenzials zu bringen. Das Limesentwicklungsprogramm soll den Rahmen bieten, in dem die unterschiedlichen Konzepte zu gemeinsam getragenen Projektvorschlägen weiterentwickelt und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern am Limes umgesetzt werden können", so Bruch abschließend.