Buch des Jahres 2006

Der Preis »Buch des Jahres« wird seit 1989 regelmäßig vergeben und durch Fördermittel des rheinland-pfälzischen Kulturministeriums und des ver.di-Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saar unterstützt. Ausrichter des Wettbewerbes ist der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Rheinland-Pfalz e.V. (FöK) in Kooperation mit den Landesverbän­den deutscher Schriftsteller in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (VS).

 

Teilnahmeberechtigt sind deutschsprachige belletristische Werke, deren Verfasser in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland geboren sind, dort wohnen oder längere Zeit dort gelebt haben.

 

Die Wahl trifft eine unabhängige Jury, bestehend aus dem jeweiligen Vorjahrespreisträger und je einer Person aus dem literaturwissenschaftlichen/-kritischen Metier, den im Lande aktiven Schriftstellerver­bänden und dem ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saar.

 

Der Preis »Buch des Jahres 2006« im Wert von 1500,- Euro geht an Gerd Forster für seinen Gedichtband »Fliehende Felder« (Edition Schrittmacher im Rhein-Mosel-Verlag). Sabine Peters erhält für ihren Reisebericht »Singsand« (Wallstein-Verlag) den vom ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saar gestifteten Sonderpreis der Jury in Höhe von 500,- Euro.

 

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Rheinland-Pfälzischen Literaturtage am Sonntag, den 9. September 2007 um 17:00 Uhr in der Stadthalle Haus Mons Tabor in Montabaur/Westerwald statt.

 

 

Zur Begründung der Preisvergabe heißt es:

 

»Gerd Forsters Gedichtband >Fliehende Felder< ist eine Verneigung vor dem Vergehen der Zeit und der Vergänglichkeit. Verklingende Freude und verhaltene Klage, struktu­riert in unaufgeregter Sprechweise und kunstvoll zu Satzmelodien und Versrhythmen komponiert, zeichnen die Lyrik Gerd Forsters aus - stets in der Schwebe zwischen Leben und Vergehen, Abschiede an der Grenze zwischen Licht und Schatten.«

 

»Sabine Peters' Reisebericht >Singsand< erzählt in poetischer Dichte von einer Reise in den Nahen Osten mit dem genauen Blick auf das Wesentliche. Unterschiedliche Sicht­weisen finden in starken Sprachbildern ihren Ausdruck. Täter, Opfer, das Für und das Wider - alles ist im Fluss.«

 

Gerd Forster, geboren 1935 in Ludwigshafen, lebt in Eulenbis bei Kaiserslautern und in Speyer. Nach dem Studium der Musik und der Germanistik war er bis 1999 als Gymnasial­lehrer tätig. Er ist Mitbegründer der Autorengruppe Kaiserslautern, Redaktionsmitglied der Zeitschrift »Chaussée« und Leiter des alljährlichen Autorentreffens in der Pfalzakademie Lambrecht. Für seine zahlreichen Veröffentlichungen in Lyrik und Prosa wurde er u.a. mit dem Pfalzpreis für Literatur ausgezeichnet. Außerdem war er erster »Writer in Residence« am Zentrum für deutsche Studien der Ben-Gurion-Universität in Beer-Sheva, Israel.

Zuletzt erschienen von ihm die Bände »Ein Schreibtisch in der Wüste.

Israelisches Tagebuch« (Plöger, 1999) und »Tod auf der Orgelbank.

Kriminalgeschichten« (Gollenstein, 2004).

 

Sabine Peters, geboren 1961 in Neuwied, hat Literaturwissenschaft, Politologie und Philoso­phie in Hamburg studiert und ist seit 1988 als freie Autorin und Kritikerin tätig. Für ihr litera­risches Werk erhielt sie u.a. 1989 den Ernst-Willner-Preis, 1999 den Förderpreis des Landes Niedersachsen, 2001 den Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg und 2005 den Evan­gelischen Buchpreis. 2002 war sie Stipendiatin in Edenkoben, 2004 an der Ben-Gurion-Universität in Beer-Sheva, Israel. Zuletzt erschienen 2000 ihr Prosaband »Nimmersatt« und 2003 ihre Erzählung »Abschied«, beide im Wallstein-Verlag.

 

Nähere Informationen zum Wettbewerb finden sich auf der Internetseite des FöK: www.foerderkreis-rlp.de.

Näheres zu den Literaturtagen unter www.literaturtage-rlp.de.

 

Quelle: Förderkreis deutscher Schriftsteller

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