Das Ehepaar Houillé trifft sich mit den Reilles, um einen brisanten Konflikt zu entschärfen. Bei einer Schlägerei hat der elfjährige Ferdinand Reille den gleichaltrigen Bruno Houillé verletzt. Zunächst sind beide Parteien bereit, das Problem zivilisiert zu lösen. Doch nach und nach treten die Verletzungen der Beteiligten zu Tage, sie lassen die Masken fallen. Die Diskussion artet schließlich - dank erhöhter Alkoholzufuhr - in eine nicht nur verbale Schlacht aus.
In "Der Gott des Gemetzels" vermischt Yasmina Reza ihre brillante, von schneidender Rhetorik und diabolischem Humor geprägte Sprache mit der Lust an der Demaskierung unserer modernen Gesellschaft. Jene Grenzen zwischen Zivilisation und Barbarei sind fließender als sie dem modernen Menschen erscheinen.
Die Uraufführung dieser turbulenten Komödie fand 2006 unter der Regie Jürgen Goschs am Schauspielhaus Zürich statt und wurde mit dem Nestroy-Theaterpreis als "beste deutschsprachige Aufführung" ausgezeichnet. "Der Gott des Gemetzels" ist nach "Kunst" und "Drei Mal Leben" schon das dritte Schauspiel Rezas, das in Trier zur Aufführung kommt, und zählt derzeit zu den meistgespielten zeitgenössischen Stücken an deutschen Bühnen.
Inszenierung Judith Kriebel
Dramaturgie Sylvia Martin
Kostüme Carola Vollath
Es spielen
Sabine Brandauer, Barbara Ullmann, Paul Steinbach, Tim Olrik Stöneberg
Veranstaltungsort
Theater Trier, Großes Haus
54290 Trier
Quelle
www.theater-trier.de