Gleich an drei Orten ist eine Ausstellung des Mainzer Malers Gustel Stein mit Glasmalereiprojekten, Gemälden und Studien aus den Jahren 1945-2005 zu sehen:
von Samstag, 04. März, bis Donnerstag, 30. März 2006, im Haus am Dom
von Samstag, 04. März, bis Sonntag, 26. März 2006, im Foyer des Mainzer Rathauses (Jockel-Fuchs-Platz 1, linke Lobby)
von Samstag, 04. März, bis Sonntag, 26. März 2006, im Kunstverein Eisenturm (Rheinstraße 59)
Die Vernissagen finden jeweils am Freitag, 03. März 2006, um 17.30 Uhr im Haus am Dom mit Detlof Graf v. Borries (1. Vorsitzender BBK Rheinland-Pfalz) und Dr. Uwe Gast (Corpus Vitrearum, Freiburg), um 18.30 Uhr im Mainzer Rathaus mit Peter Krawietz (Kulturdezernent der Stadt Mainz) und um 19.30 Uhr im Kunstverein Eisenturm mit Dr. Otto Martin (Vorsitzender des Kunstvereins Eisenturm, Mainz) statt.
Gustel Stein (geboren 1922 in St. Goarshausen) ist ein Maler, der die Stadt Mainz und ihr Umland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1990er Jahre hinein geprägt hat. Mit seinen Glasgemälden, aber auch mit Wand- und Fassadenmalereien und -mosaiken, hat er zahlreiche Kirchen und Gebäude des öffentlichen Raums mitgestaltet. Von herausragender Bedeutung sind seine beiden Fenster für den Westchor der Katharinenkirche in Oppenheim - einem der Hauptwerke spätgotischer Architektur im Bistum Mainz.
Dass Gustel Stein aber nicht nur im großen Format für Kirchen und Profanbauten gearbeitet hat, sondern immer auch kleinformatige Arbeiten in verschiedenen Techniken ausgeführt hat, ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit weniger verankert. Dabei eröffnet gerade der Blick auf auf die monumentalen Glasfenster und die kleinformatigen Gemälde und Studien überraschende formale und inhaltliche Wechselwirkungen, die in einer Rückschau auf die Werke des Künstlers sichtbar gemacht werden sollen.
Um der Fülle seines Schaffens gerecht zu werden, sind die Werke an drei Veranstaltungsorten gleichzeitig zu sehen:
Im Haus am Dom wird anhand vorbereitender Studien, Entwürfe und Kartons sowie einiger Originale ein Überblick über das glasmalerische und damit weitgehend religiöse Werk Gustel Steins gezeigt, das um thematisch verwandte Gemälde ergänzt wird.
Im Rathaus der Stadt Mainz werden Gemälde aus den Jahren 1945-2005 präsentiert - von den gegenständlichen Arbeiten der frühen Schaffenszeit bis zu den abstraktiven Farbkompositionen, die einen Schwerpunkt des Gesamtwerks bilden.
Im Kunstverein Eisenturm schließlich sind Studienblätter aus jüngster Zeit zu sehen, die uns die intensive Beschäftigung Gustel Steins mit den Themen Farbe und Form nachhaltig vor Augen führen.
Im Rahmen der Ausstellung finden zwei Vortragsabende am Dienstag, 28. März 2006, 19.00 Uhr und am Mittwoch, 29. März 2006, 19.00 Uhr, im Haus am Dom unter dem Titel "Leuchtende Farben" mit dem Referenten Dr. Uwe Gast statt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Corpus Vitrearum Deutschland - Forschungszentrum für mittelalterliche Glasmalerei (Arbeitsstelle der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz) mit der Stadt Mainz und dem Kunstverein Eisenturm.
Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Haus am Dom: Dienstag bis Freitag, 15.00 bis 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag, 12.00 bis 16.00 Uhr.
Geschlossen: Am Samstag, 11. März, und Freitag, 17. März 2006, ist die Ausstellung im Haus am Dom ganztägig geschlossen. Kurzfristige Änderungen sind möglich.
Foyer des Rathauses (linke Lobby): Montag bis Freitag, 08.00 bis 18.00 Uhr und Samstag, 09.00 bis 14.00 Uhr. Von Freitag, 24. März, bis Sonntag, 26. März 2006, ist das Rathaus wegen der rheinland-pfälzischen Künstlermesse "Kunst direkt" am Rheinufer und Jockel-Fuchs-Platz bis 19.00 Uhr geöffnet.
Kunstverein Eisenturm (Rheinstraße 59): Mittwoch, 16.00 bis 19.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag, 11.00 bis 17.00 Uhr.
Quelle: Stadt Mainz