Durch Sanierung bekommt Landesmuseum Mainz zeitgemäße Standards

Im September 2004 hat das Land mit dem Umbau des Landesmuseums Mainz begonnen. Jetzt ist der erste von zwei Bauabschnitten fertig gestellt und dem Landesmuseum zur Wiedereinrichtung übergeben worden.

 

Die beeindruckenden Ergebnisse rechtfertigten den finanziellen Aufwand des Landes und entschädigten Besucher und Mitarbeiter des Museums für die Einschränkungen der zurückliegenden zwei Jahre, befanden Kulturminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Finanzminister Professor Dr. Ingolf Deubel, der Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung Hubert Heimann, die Direktorin des Landesmuseums Mainz Dr. Isabella Fehle und der ausführende Architekt Professor Jochem Jourdan bei einer Pressekonferenz heute in Mainz.

 

Der Umbau des Mainzer Landesmuseums verschaffe diesem den Anschluss an zeitgemäße Museumsstandards, sagte Kulturminister Zöllner. "Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es, ein auch in seiner Außenwirkung attraktives, besucherorientiertes Landesmuseum zu erhalten, das den Vergleich mit anderen bestehen kann", sagte Zöllner. Ein Museum dieser Art müsse sowohl Bildungsinhalte vermitteln als auch Freizeitinteressen befriedigen. "Beides wird dem Landesmuseum künftig viel besser möglich sein", sagte Zöllner.

 

Mit der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts könne nun auch das Ausstellungskonzept eines professionellen Ausstellungsarchitekten realisiert werden, sagte Zöllner. Von all dem könne sich die Öffentlichkeit im Mai des nächsten Jahres überzeugen, wenn der im Rahmen des 1. Bauabschnitts sanierte Teil wieder geöffnet sei, freute sich der Minister.

 

Finanzminister Deubel, im Land auch zuständig für das Bauen, lobte die hohen Anstrengungen bei Planung und Bauausführung: "Das ergab sich schon fast zwingend aufgrund des herausragenden Platzes in der Mainzer Innenstadt und wegen der langen Historie des Ensembles." Deubel verwies darauf, dass mehr als drei Viertel der Arbeiten durch eine gewerkeweise Ausschreibung vergeben worden seien. Damit unterstütze das Land das Handwerk und den Mittelstand. "Wir fördern damit technisches Know-how und Handwerkskunst in der Region und weit darüber hinaus."

 

"Moderne Museumstechnik ist unsichtbar", sagte Hubert Heimann, Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung. "Für den LBB als Eigentümer und Bauherrn des Gebäudes war es eine besondere Herausforderung, hochmoderne Technik in einen denkmalgeschützten Altbau zu integrieren. Hierfür haben wir hinter den Außenwänden Zwischenwände errichtet und dort die Heizungs- und Lüftungstechnik integriert. Die Ausstellungsräume beheizen, kühlen und belüften wir über für den Besucher kaum wahrnehmbare Öffnungen."

 

"Das Landesmuseum Mainz wird sich ab Mai 2007 als besucherorientiertes und aktives Museum präsentieren", freute sich die Direktorin des Landesmuseums. Mit dem Ausbau der Dachgeschosse und einer gläsernen Arkade zum Innenhof seien die Ausstellungsflächen großzügig erweitert und das Museum in allen Gebäudeteilen barrierefrei gestaltet worden. "Die neue Präsentation der umfangreichen Sammlungen wird durch ihre vielfältige Gestaltung mehr Besucher ansprechen, vor allem Kinder und Familien. Das Landesmuseum befindet sich auf neuen Wegen", sagte Fehle.

 

Architekt Jourdan wies darauf hin, dass der architektonische Entwurf zur Neuordnung des Landesmuseums behutsam mit dem barocken Ensemble umgehe. Er ordne die inneren Raumfolgen neu, um einen Rundgang für das Museum zu ermöglichen. Eine großzügige Eingangshalle mit Kasse, Garderobe und Museumsladen lade die Besucher ein. Eine gläserne Arkade zum Hof verbinde die bestehenden Treppenhäuser und erschließe alle Ausstellungsbereiche. Durch die transparente Gestaltung bleibe die barocke Fassade vom Hof aus erlebbar.

 

Info: Am Samstag, 18. November, ist von 14 Uhr bis 17 Uhr im Landesmuseum Mainz ein "Tag der offenen Baustelle". Die Bevölkerung hat die Möglichkeit, im Rahmen geführter Rundgänge, die ab 14.30 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde im neuen Foyer (Große Bleiche) stattfinden, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.

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