Eine Open-Air-Ausstellung auf dem Berliner Alexanderplatz dokumentiert den Weg von der friedlichen Revolution in der DDR bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Es ist die Geschichte von Menschen, die mutig ihr Schicksal in die Hand nahmen.
Zu sehen ist die Ausstellung "Friedliche Revolution 1989/90" genau dort, wo am 4. November 1989 die größte Demonstration in der Geschichte der DDR stattgefunden hatte.
Detailliert schildert sie die Monate von der gefälschten Kommunalwahl im Mai 1989 bis zum Tag der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Dabei widmet sie sich vor allem den Menschen und Ereignissen in Berlin.
Ereignisse, die die Welt verändert haben Es sind anderthalb Jahre, die nicht nur Berlin und Deutschland, sondern die ganze Welt verändert haben. Dabei sei die Ausstellung nicht in erster Linie eine Chronik politischer Entscheidungen, sondern vor allem eine Chronik der Zivilcourage, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Eröffnung der Ausstellung.
"Die friedliche Revolution wäre ohne den Mut vieler Einzelner nicht denkbar gewesen", sagte er. Neben den Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler erinnerte der Staatsminister dabei an die vielen Hunderttausend, die von Rostock bis Plauen und ganz besonders natürlich in Leipzig aufgestanden seien.
Neumann: "Wir dürfen die Opfer nie vergessen"
Die Ausstellung auf dem Alexanderplatz bezeichnete Neumann als eine Gelegenheit, sich mit der SED-Diktatur auseinanderzusetzen. "Das Wissen um die 40 Jahre währende DDR-Diktatur und deren Aufarbeitung ist wichtig, ist unverzichtbar", betonte er.
Vor allem bei vielen jungen Menschen gäbe es Wissensdefizite. Die Ausstellung zeige, wie brutal der real existierende Sozialismus auch junge Menschen behandelt habe, die ihren eigenen Weg frei von staatlicher Bevormundung gehen wollten.
Quelle und weitere Informationen: www.Kulturportal-deutschland.de