Faust (Margarethe) - 7. Februar 2010

Diese Musik wirkt wie ein Schaumbad des Wohlklangs - so zahlreich sind die schwelgenden Melodien in die Partitur gegossen. Wüsste man nicht, wie die Tragödie um Doktor Faust und seine von ihm verführte Marguerite ausgeht, man könnte sich allein von diesen Klängen in den Bann ziehen lassen. Doch die Dramatik, mit der der Komponist Charles François Gounod "seinen" FAUST musikalisch umsetzt, lässt einem keine ruhige Minute - denn kompromisslos entspinnt sich der Konflikt um die Lebenslüge der Titelfigur:

 

Faust ist alt geworden. Doch er kann sich nicht abfinden mit dem Lauf der Welt und den Gesetzen des Werdens und Vergehens. Das Unmögliche soll ein Bündnis mit Mephistophélès bringen: Jugend, Leidenschaft und Liebesglück. Aber die Abmachung mit dem Verführer steuert geradewegs auf die Katastrophe zu: Faust verpfuscht nicht nur das Leben des Mädchens Marguerite, sondern wird selbst zum Mörder. Die Lebenslüge holt ihn ein...

 

Charles François Gounod wirft mit seiner 1859 in Paris uraufgeführten Oper FAUST ein französisches Schlaglicht auf eines der zentralen deutschen Theatersujets. Der Protagonist Faust erscheint in dieser Version weniger als weltverzweifelter Sinnsucher, sondern als vitaler Mann mit herausfordernden Ansprüchen an das reale Leben. Die Inszenierung von Intendant Gerhard Weber war bereits 2007 in der Opéra de Dijon im Rahmen der internationalen Kooperation beider Theater zu erleben.

 

Große Oper von Charles François Gounod

Libretto von Jules Paul Barbier und Michel-Florentin Carré

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Veranstaltungsort

Großes Haus im Theater Trier

Am Augustinerhof

54290 Trier

 

Quelle

www.theater-trier.de

Teilen

Zurück