Felizitas Mentel - bis 29. Januar 2010

Felizitas Mentel: Rote Stückglas-Installation (FM B10F), 2009 Foto: Lucia Cosima Eiselstein, Ludwigshafen

Felizitas Mentel: Rote Stückglas-Installation (FM B10F), 2009

Foto: Lucia Cosima Eiselstein, Ludwigshafen

 

Der Bezirksverband Pfalz vergibt den Pfalzpreis für Bildende Kunst alle zwei Jahre abwechselnd in den Sparten Malerei, Plastik und Graphik, um das pfälzische Kunstschaffen zu fördern. Bewerben konnten sich Künstler, die in der Pfalz geboren wurden, hier leben oder durch ihr Wirken der Pfalz verbunden sind. Auf Beschluss der Jury erhielt den Pfalzpreis für Bildende Kunst des Bezirksverbands Pfalz im Jahr 2008 die Künstlerin Felizitas Mentel. Der Preis wurde in der Sparte Plastik vergeben - mit dem Preis verbunden ist eine Einzelausstellung der Preisträgerin im Museum Pfalzgalerie.

 

Felizitas Mentels Neon-Blei-Skulpturen gehen von landschaftlichen Grundstrukturen aus und zeigen in der Umsetzung zum Artefakt ein tief empfundes Verständnis der Natur und ihrer Bedingungen. Mentel ist eine Vertreterin der Lichtkunst, sie beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit dem Thema Licht und der Bearbeitung und Installation von Lichtereignissen und Lichtstrukturen durch Neon-Röhren.

 

Als Beitrag zum Wettbewerb um den Pfalzpreis für Plastik hat Felizitas Mentel drei Arbeiten aus ihrer bislang acht Stücke umfassenden Werkgruppe der „Lava-Serie“ eingereicht. Es handelt sich um Neon-Blei-Skulpturen, die technisch aus einer Kombination von geformtem Walzblei mit farbigem Neon in Klarglas bestehen. Neon ist ein Edelgas, das in Röhren gefüllt besondere Eigenschaften aufweist. Die große Flexibilität der Neonröhren und ihre ebenso konzentrierte wie intensive Leuchtkraft haben das so genannte Neonlicht zu einem herausragenden Werbeträger gemacht. Neonwerbung ist seit den 1920er Jahren Ausdruck der modernen Industriegesellschaft und dabei besonders eng verbunden mit dem american way of life. Seit rund fünfzig Jahren setzen sich auch Künstler mit dem Werkstoff Neon auseinander, fasziniert durch die ungewöhnlichen künstlerischen Möglichkeiten des Materials und die ursprünglich kunstferne Anwendung.

 

In dieser Tradition stehen auch die Neonarbeiten Felizitas Mentels, deren Werk geprägt ist durch die Kombination von Neon mit unterschiedlichen Materialien. Bei der „Lava-Serie“ ist es die Dialektik von Neon und Blei, die die Künstlerin zu Landschaftsentwürfen formt. Sie versteht die Neonröhre nicht als freie abstrakte Setzung, sondern benützt sie zur Betonung der Landschaftsform, reduziert damit die Landschaftsform auf ihre Haupt- oder Kammlinie.

 

Felizitas Mentel ist 1946 in Kempten im Allgäu geboren, sie lebt und arbeitet seit langem in Ludwigshafen/Rhein. Ihre künstlerische Ausbildung hat sie 1964 - 68 an der Freien Akademie Mannheim erhalten. Nach einer Reihe von Arbeitsstipendien erhielt sie als Auszeichnung 1984 den Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer. Die Künstlerin kann auf eine rege Ausstellungstätigkeit, auch überregional, zurückblicken: Einzelausstellungen wurden ihr unter anderem im Wilhelm Hack Museum in Ludwigshafen, in der Pfalzgalerie Kaiserslautern, im Westfälischen Landesmuseum in Münster sowie in der Kunsthalle Bielefeld eingerichtet.

 

Öffnungszeiten

Dienstags 11 - 20 Uhr, mittwochs bis sonntags 10 - 17 Uhr, montags geschlossen.

 

Veranstaltungsort

Pfalzgalerie Kaiserslautern

Museumsplatz 1

67657 Kaiserslautern

 

Quelle

www.pfalzgalerie.de

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