Die Nachkriegszeit. Hoffnungslos und hungrig suchen viele Menschen in den Trümmern der Stadt eine Unterkunft. Im ganzen Land hat der Krieg schätzungsweise 228 000 Wohnungen zerstört.
Kurz nach dem Krieg hatte die Bevölkerung mit verschiedenen lebensnotwendigen Problemen zu kämpfen. Besonders die akute Wohnungsnot zwang Familien oft zur Suche nach eher unkonventionellen Lösungen. So fand beispielsweise die Familie Suderland aus Koblenz zusammen mit anderen Einheimischen, Vertriebenen und Heimatlosen ein neues Zuhause auf der Festung Ehrenbreitstein. Nach mehreren Umzügen innerhalb der Festung richteten sie sich schließlich in einigen Räumen des sog. Ravelins eine gemütliche Bleibe ein. Die ehemaligen Wohnungsräume wurden mit viel Liebe zum Detail wieder hergerichtet und bilden den Kern der Spezialführung „Festungsschicksale“.
Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer bietet mit der Spezialführung "Festungsschicksale" spannende Einblicke in den geschichtlichen Alltag der 1950er Jahre: Hierbei besichtigt das teilnehmende Publikum neben der ehemaligen Wohnung Suderland im Ravelin auch die zum Teil noch erhaltenen Toiletten und Duschen. Ein Besuch der Ungarnkapelle und dem dortigen Graffiti-Raum komplettiert dieses spannende Erlebnis.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldungen unter Tel. 0261/6675-4000 erforderlich.
Veranstaltungsort
Festung Ehrenbreitenstein
56077 Koblenz
Quelle und weitere Informationen
www.burgen-rlp.de