„Es freut mich sehr, dass sich auch in diesem Jahr wieder tausende Besucher auf den Weg gemacht haben, um die geschichtsträchtigen Kulturgüter des Landes Rheinland-Pfalz hautnah zu erleben und gleichzeitig die Arbeit der vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen zu würdigen. Denn ihrem tatkräftigen Einsatz ist es zu verdanken, dass viele Denkmäler erhalten werden können“, so Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, bei der Auftaktveranstaltung auf der Mainzer Zitadelle.
Die ehemalige barocke Festungsanlage stellte in diesem Jahr das Highlight dar. Während ihrer über 350-jährigen Historie entwickelte sie sich von der Burg zur Festung, von der kurfürstlichen Wehranlage zum französischen Militärstützpunkt, vom Kloster zum Kriegsgefangenenlager. Mit dem Drususstein beherbergt sie zudem ein ganz besonderes römisches Erbe, das auf die 2000-jährige Geschichte der Stadt Mainz verweist.
Am Tag des offenen Denkmals bot sich vor Ort zudem die Gelegenheit, Bekanntschaft mit der Initiative Zitadelle Mainz e.V. zu machen. Der Verein engagiert sich seit 2004 für den Erhalt der Anlage und feiert traditionell am Tag des offenen Denkmals sein Zitadellenfest.
In der Landeshauptstadt Mainz war auch die Gedenkstätte St. Christoph für die Besucher geöffnet. Die Kirchenruine wurde erst kürzlich umfassend renoviert.
In Guntersblum wurde das ehemalige Wasserwerk vorgestellt. Staatssekretär Salavatore Barbaro informierte sich vor Ort über die Anlage, die vor über 100 Jahren erstmals in Betrieb genommen wurde. „Der Tag des offenen Denkmals hat wieder einmal gezeigt, über welch faszinierende Kulturgüter unser Land verfügt und wie groß das Interesse der Bevölkerung ist, sich mit diesem reichhaltigen kulturellen Erbe zu beschäftigen. Und der Tag hat auch deutlich gemacht, wie wichtig es ist, diese Denkmäler zu erhalten. Eine Aufgabe, die ohne den unermüdlichen Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer nicht zu bewältigen wäre", betonte der Staatssekretär.
Ob die Burg Windeck in Heidesheim, der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ in Worms, die Disibodenberger Kapelle in Bad Sobernheim, die Alte Propstei in Mayen-Koblenz oder die Klostermühle Bengel bei Berkastel-Wittlich: Bei der bundesweiten Veranstaltung standen in ganz Rheinland-Pfalz in diesem Jahr vor allem traditionelle Denkmäler wie Burg-, Kloster- oder Kirchenruinen im Mittelpunkt.
