Helmut Ruge im unterhaus zu Mainz

Die Bevölkerung wird immer älter, die Lasten für die Minderheit der Jüngeren werden immer größer. Der Staat muss sich was einfallen lassen, will er das Rentensystem retten. Tut Großvater Staat auch: Er führt die Altersbegrenzung für alle Bürger ein. Motto: "Lieber kürzer leben als länger arbeiten." Länger leben, das gibt's nach dieser "Entvitalisierungsnovelle 2020" nur auf Antrag. Helmut Ruge, der uns von dieser schönen neuen Welt erzählt, hat seinen Antrag gestellt. Morgen ist der endgültige Bescheid fällig. Zeit, Bilanz zu ziehen. Zwischen Hoffen und Angst, Galgenhumor und Lebensgier, Privatem und Politischem springen seine Reflektionen hin und her. Zugegeben, eine besonders grausige Zukunftsvision ist das, was Altmeister Helmut Ruge in seinem 39. Kabarettprogramm in 40 langen, kurzweiligen Bühnenjahren entworfen hat. Aber im Grunde macht der in München heimisch gewordene Schwabe nichts anderes als sonst auch: Die große Politik wohnt in seiner Welt stets Tür an Tür mit wunderbar poetischen Geschichten aus dem Reich des Privaten. "Zu reifen wie ein guter Camembert", das war dem außerhalb jeglichen Jugendwahnverdachts stehenden Kabarettisten stets der sehnlichste Wunsch.

 

Vom 23. bis 27. November täglich um 20:00 Uhr.

 

Mainzer Forumtheater unterhaus

Münsterstraße 7

55116 Mainz

Tel.:06131-232120

 

www.unterhaus-mainz.de

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