Vom 07. bis 10. Juni 2007 präsentiert die Generaldirektion Kulturelles Erbe, Direktion "Burgen, Schlösser, Altertümer" die Historienspiele auf der Festung Ehrenbreitstein.
Besucher haben am Fronleichnamswochenende die Möglichkeit in längst vergangene Zeiten einzutauchen.
Wie in einer Zeitmaschine fühlt sich der Besucher, wenn er sich zwischen dem 07. -10. Juni 2007 in den historischen Gemäuern der Festung befindet. Im Dorf der Kelten werden Handwerkstechniken wie Schmieden, Töpfern, Pfeil- und Bogenbau, Münzguss, Weben, Spinnen, Leder- und Holzverarbeitung gezeigt.
Für die Authentizität steht die Gruppe Taranis, die im Saarland ein berühmtes Keltendorf betreibt sowie in Deutschland als beste Darsteller keltischer Kultur gelten.
Erstmalig auf der Festung Ehrenbreitstein - die keltische Spielestadt.
Hier können die Kinder nicht nur tatkräftig anpacken, sondern erfahren hautnah, wie die Kelten kurz vor der Invasion der Römer, Mitte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts, gelebt und gearbeitet haben. Sie treffen dort auf "echte keltische" Handwerksmeister, bei denen sie als Lehrlinge anheuern und das Handwerk erlernen können. Neben dem Flechten von Körben und dem Schmieden wird gesponnen und gewebt, geschneidert und gefärbt, Mehl gemahlen und im selbst gebauten Lehmbackofen gebacken.
Im Wirtshaus gibt es für die Lehrlinge einmal am Tag einen Getreidebrei und zudem entlohnen die Werkstattmeister ihre Lehrlinge mit einer Kupfermünze für ihre Dienste. Von diesem Geld können die Kinder die im vicus produzierten Waren kaufen.
Aber nicht nur ins eisenzeitliche Handwerk tauchen die Kinder ein, die Spielstadt lebt von den Rollen der Werkstattmeister, ihren Erzählungen und Handlungen. So gibt es Rituale, um den Ausgang der Ernte positiv zu beeinflussen. Der Druide wird befragt, bevor man eine wichtige Entscheidung trifft, manche Werkstattmeister sind dafür, sich den Römern anzuschließen, andere strikt dagegen - so tauchen die großen und kleinen Besucher ein in die Welt eines kleinen keltischen vicus mitsamt seinen alltäglichen Sorgen und Freuden.
Vigilia Romana Vindriacum, die römischen Legionäre des Rheinlandes, demonstrieren auf der Festung Ehrenbreitstein den einstigen Drill und die Disziplin, die Rom zu einer Weltmacht werden ließ. Die Legionen treten auf Befehl eines Zenturios mehrmals täglich zum Appell an und zeigen sehenswerte Angriffs- und Verteidigungsformationen. Zudem erläutern sie dem interessierten Publikum das alltägliche "Leben am Limes".
Im römischen Lager befindet sich die Cohors VII. Hier kann das alltägliche Leben bei Handwerksvorführungen bestaunt werden. Die Legionärs- und Gladiatorenkämpfe sind eine spannende Angelegenheit für Groß und Klein.
Im Ritterlager lagern die Truppen der verschiedenen Herren des Rheinlands, um sich dreimal pro Tag im Schwertkampf zu messen. Auch das angereiste Volk kann sich in den Künsten des Bogenschießens und Axtwerfens messen und für die Kleinen gibt es ein echtes Kinderritterturnier. Beim bunten Markttreiben mit historischen Ständen werden Waren feil geboten.
Die Zeit der Preußen präsentiert sich auf dem Schlossplatz. Eindrucksvoll und anschaulich erklärt ein Festungskanonier die damalige Waffen- und Verteidigungstechnik. Schließlich exerziert die Darstellungsgruppe Süddeutsches Militär e.V. täglich mehrmals und zeigt wie die Festung einst mit Kanonen verteidigt werden konnte.
In friedlicher Absicht schlagen die Wikinger auf der Festung in diesem Jahr ihre Zelte auf und erlauben dem interessierten Besucher Einblicke ihres handwerklichen Könnens. Sie schmieden vor Ort Schmuck, Waffen und Gebrauchsgegenstände und zeigen Holz - und Knochenschnitzereien.
Für beste Unterhaltung sorgen die Spielleute von Wirr Wahr und Spectaculatius, Gaukler, Deutschlands bester Hofnarr sowie ein Kinder- und Puppentheater.
Parkplätze sind auf den Sportplätzen Greiffenklaustrasse zum Preis von 1,50 EUR pro Tag vorhanden.
Weitere Informationen unter www.historienspiele.com