Kulturzentrum Kammgarn

Zeitenwechsel? Die haben ihm nichts an, kann man sagen. Fast vier Jahrzehnte hat der Mann, wie ein Fels in der Brandung, erfolgreich überstanden. Bleibt unverwechselbar Wader, macht, was er will, zu allen Zeiten, verbiegt sich nicht, verstellt sich nicht, lässt sich auch von niemandem was sagen.

 

Hannes Wader lernte Dekorateur in einem Schuhgeschäft in Bielefeld und wird in der darauf folgenden Anstellung wegen Musizierens während der Arbeitszeit entlassen. Er beginnt ein Graphikstudium in Bielefeld - steht '62 als Barmusiker und Klarinettist einer Jazzband zum ersten Mal auf Bühnen. Da er ein Studium an der heutigen Universität der Künste beginnt, zieht er bald nach Berlin. Neben seinem Graphikstudium schreibt er mehrere Lieder, bis er schließlich 1966 das erste Mal auf dem Folk- und Songfestival der Burg Waldeck auftritt und damit eine Art Durchbruch erzielt. 1967 erhält er ein dreiviertel-jähriges Engagement als Layouter bei dem Satiremagazin „Pardon“, weil dem Herausgeber Hans A. Nikel seine Lieder gefielen. Seine erste LP produzierte Hannes Wader 1969: „Hannes Wader singt“. 1971 entschleißt er sich „berlin-müde“ die Stadt zu verlassen und mietet eine Wohnung in Hamburg und überlässt sie vorübergehend einer Frau namens Hella Utesch, einer freien Mitarbeiterin des NDR. Bei einem Konzert in Essen wird er von der Bühne herunter verhaftet, da seine Hamburger Wohnung als das damalige Hauptquartier der Baader-Meinhof-Bande auffliegt. "Hella Utesch” ist der Tarnname Gudrun Ensslins. Ein Ermittlungsverfahren wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung wird gegen ihn angestrengt, es folgt der Medienboykott. Erst nach Jahren wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Er wendet auch Hamburg den Rücken und kauft eine Windmühle in Ostfriesland, in der er 25 Jahre lebt...

 

Heute singt er die Lieder seiner neuen CD - unter anderem Nietzsche, Gryphius, eigenes und Volksliedhaftes. Wie auch Übertragungen aus dem Griechischen (sic!) und Amerikanischen.

 

Erleben Sie den unverwüstlichen am 02. März 2005 um 20 Uhr im

 

Kulturzentrum Kammgarn

Schönstrasse 10

67659 Kaiserslautern

 

Karten und weitere Informationen gibt es unter Telefon 0631-3652548 oder im Internet auf www.kammgarn.de

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