Nachdem bereits im September 2008 der Grundstückserwerb zum Neubau eines Jüdischen Gemeindezentrums in Mainz vom Land Rheinland-Pfalz mit 1 Mio. Euro finanziell unterstützt wurde, stellt das Land jetzt weitere 4 Mio. Euro in den Jahre 2009 und 2010 für den Synagogenneubau zur Verfügung. Dies teilte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, jetzt der Jüdischen Gemeinde in Mainz mit.
Die Jüdische Gemeinde Mainz zählt zu den ältesten und traditionsreichsten in Europa. Seit der Auflösung der Sowjetunion ist sie zahlenmäßig stark angewachsen und hat sich wieder zu einer lebendigen Jüdischen Gemeinde in Mainz entwickelt. Mit der Grundsteinlegung im November des vergangenen Jahres werden die jahrelangen Bemühungen um ein Jüdisches Gemeindezentrum am Standort der ehemaligen Synagoge in der Mainzer Hindenburgstraße realisiert.
„Mainz ist wie die beiden anderen rheinland-pfälzischen SCHUM-Städte Speyer und Worms ein für die Geschichte des Judentums in Deutschland außerordentlich bedeutsamer Ort. Dieser Bedeutung soll durch ein repräsentatives Gemeindezentrum, das auch als Synagoge dienen wird, Rechnung getragen werden“, sagte Ahnen.