Konstantin der Große gehört zweifellos zu den Herrschergestalten der Antike, die bis heute das Bild Europas ganz entscheidend geprägt haben. 1700 Jahre nach seiner allgemeinen Anerkennung als Kaiser ("Augustus") des Römischen Weltreichs im Jahr 307 widmet das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Bistum Trier und der Stadt Trier dem spätantiken Herrscher eine bedeutende kulturhistorische Ausstellung.
Diese Landesausstellung ist zugleich ein Höhepunkt im Rahmen der "Europäischen Kulturhauptstadt 2007: Luxemburg und Großregion". Rund 1500 Exponate werden ab dem 2. Juni in drei Trierer Museen dem Publikum präsentiert: Das Rheinische Landesmuseum stellt den "Herrscher des römischen Imperium" vor, das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum beleuchtet das Thema "Der Kaiser und die Christen" und das Stadtmuseum Simeonstift widmet sich unter dem Titel "Tradition und Mythos" der Wirkungsgeschichte Konstantins in West- und Osteuropa.
Weltberühmte Museen wie das Britische Museum in London oder die Vatikanischen Museen in Rom haben zahlreiche wertvolle Leihgaben zur Verfügung gestellt. Noch nie wurde der Kaiser, der dem Christentum im Römischen Reich zum Durchbruch verhalf und damit den Grundstein zum christlichen Europa des Mittelalters und der Neuzeit legte, in einer so großen Ausstellung präsentiert. Sie ist bis zum 4. November 2007 in der Stadt zu sehen, die er zur Kaiserresidenz und damit zur Weltstadt machte, wo er vor 1700 Jahren seine Gemahlin Fausta heiratete und wo sein Andenken und das seiner Mutter, der heiligen Kaiserin Helena, bis heute gepflegt wird.