Lesung im Frankfurter Hof, Mainz

Robert Gernhardt, geboren 1937 in Estland, studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin und lebt seit 1964 in Frankfurt/M. Von April 1964 bis Dezember 1965 war er Redakteur von "pardon. die satirische monatsschrift", seitdem ist er freiberuflicher Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller. Gernhardt ist einer der Begründer von "Titanic. Das endgültige Satiremagazin" und wird der sogenannten 'Neuen Frankfurter Schule' zugerechnet.

 

Mit "In Zungen reden oder Stimmenimitationen von Gott bis Jandl", einer Musterkollektion seiner literarischen Parodien, führt Robert Gernhardt den Zuhörer nicht nur quer durch die Literaturgeschichte, er streunt mit ihm auch durch den deutschen Blätterwald, von 'Der Spiegel' bis 'Bild'.

 

Das Ergebnis ist eine Hommage an die Weltliteratur und den Qualitätsjournalismus - zugleich eine Demontage der vergnüglichsten Art.

 

Gernhardt zeichnet nicht nur Bisamratten und Bären, Löwen und arme Schweine, sondern ganze Bildgeschichten und -gedichte mit dem unverkennbaren Gernhardt-Strich. Darunter die Erläuterungen in seiner Handschrift, von denen man glauben könnte, jemand hätte sie eigens dafür erfunden. Dabei ist es "nur" die Schrift, in der es alles andere schreiben würde, wenn es keine Schreibmaschinen gäbe: Romane und Erzählungen, Satiren und Humoresken, Märchen und Gedichte - "Über alles", wie eines seiner Bücher heißt.

 

Harald Schmidt über den vielseitgen Künstler: "Robert Gernhardt ist der Gottvater aller, die in Deutschland schon einmal einen Witz versucht haben".

Gernhardt hat sich selbst einmal als jemand bezeichnet, der im "Restaurant zur deutschen Literatur" an einem Nebentisch sitzt. Den Platz hat er sich nicht aus kokettierender Bescheidenheit ausgesucht, sondern weil er von dort aus besser beobachten kann, was an den Haupttischen vor sich geht. Er schaut sehr genau hin, um seine Aufgabe als Satiriker zu erfüllen.

 

Gernhardt und sein Alter Ego Arnold Hau kennen dreizehn "Wege zum Ruhm". Einer, der sich schlicht G nennt, vergleicht das Berühmtwerden mit einer Springprozession, wobei ein Schritt nach vorne ihm vor vielen Jahren einen "Schnaps auf Prominentengrundlage" eingebracht hat. Der Prix Pantheon ist eine von vielen Auszeichnungen, mit denen der Dichter inzwischen bedacht worden ist.

 

Erleben Sie Robert Gernhardt am 13. April um 20 Uhr im

 

Frankfurter Hof

Augustinerstraße 55

55116 Mainz

 

Karten (13 EUR) gibt es unter Telefon 06131-220438 oder im Internet auf www.frankfurter-hof-mainz.de.

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