Monika Maron ist neue Mainzer Stadtschreiberin 2009

Als „vortreffliche Wahl einer Autorin mit enormer Reputation und Strahlkraft“, bezeichnet Oberbürgermeister Jens Beutel die Entscheidung der Fachjury, die 1941 in Berlin geborene, später in der DDR aufgewachsene und im Jahre 1988 in den Westen gekommene Autorin Monika Maron zur Mainzer Stadtschreiberin 2009 zu ernennen.

Als „vortreffliche Wahl einer Autorin mit enormer Reputation und Strahlkraft“, bezeichnet Oberbürgermeister Jens Beutel die Entscheidung der Fachjury, die 1941 in Berlin geborene, später in der DDR aufgewachsene und im Jahre 1988 in den Westen gekommene Autorin Monika Maron zur Mainzer Stadtschreiberin 2009 zu ernennen.

 

Der Stadtschreiberpreis - ausgelobt von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz - ist mit 12.500 Euro dotiert und mit freiem Wohnen im Stadtschreiber-Domizil im Mainzer Gutenberg-Museum verbunden. Er wird seit 1984 vergeben. Wie der aktuelle Stadtschreiber Michael Kleeberg wird auch die neue Preisträgerin gemeinsam mit dem ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl produzieren. Die Verleihung des Preises an Maron wird voraussichtlich Mitte / Ende Februar 2009 erfolgen.

 

Maron wurde gerade durch ihren Erstling „Flugasche“ (1981), „Pawels Briefe“ und das Werk „Endmoränen“ dem breiten Publikum bekannt. Nicht selten erzählen die Werke von Frauen, die zu neuen Ufern aufbrechen - sei es der „Rückzug ins Private“ („Endmoränen“) oder aber die späte Reise in ferne Länder („Ach Glück“), um gewissen Lebensträumen zu folgen.

„Wer hat schon das Leben, das er wünscht?“ sagt der Gemahl zur Hauptdarstellerin in der letzten Veröffentlichung „Ach Glück“ - sie lässt ihn zurück und sucht genau dieses Leben.

 

Die Autorin:

Die künftige Stadtschreiberin 2009, Monika Maron, wurde 1941 in Berlin geboren und wuchs in der späteren DDR auf. Sie steht als Sinnbild und Chronistin einer „deutschen“ Familien-Biographie in allen Facetten. 1951 übersiedelte die Familie von West- nach Ost-Berlin, kam 1988 in den Westen zurück und lebte zunächst in Hamburg, heute wieder in der Geburtsstadt Berlin.

 

Monika Maron arbeitete nach dem Abitur 1959 ein Jahr lang als Fräserin in einem Flugzeugwerk bei Dresden, ehe sie in Ost-Berlin Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte studierte. Anschließend war Maron zwei Jahre als Regieassistentin beim Fernsehen und als wissenschaftliche Aspirantin an der Schauspielschule in Berlin tätig.

 

Von dort wechselte sie in den Journalismus. Sie arbeitete sechs Jahre lang als Reporterin, zunächst bei der Frauenzeitschrift "Für Dich", dann bei der "Wochenpost". 1976 ließ sie sich als freie Schriftstellerin nieder.

 

Quelle: Stadt Mainz

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