Motto 2008: „Arbeitswelten - Lebenswelten“

Kulturministerin Doris Ahnen und DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid stellten heute in Mainz gemeinsam das Programm zum 17. Kultursommer Rheinland-Pfalz vor. Unter dem Motto „Arbeitswelten - Lebenswelten“ geht es in vielen der ca. 250 Projekte, die vom 1. Mai bis 3. Oktober im ganzen Land stattfinden, um unser Leben, unsere Arbeit, soziale Beziehungen und Werte.

Kulturministerin Doris Ahnen und DGB-Landesvorsitzender Dietmar Muscheid stellten heute in Mainz gemeinsam das Programm zum 17. Kultursommer Rheinland-Pfalz vor.

Unter dem Motto „Arbeitswelten - Lebenswelten“ geht es in vielen der ca. 250 Projekte, die vom 1. Mai bis 3. Oktober im ganzen Land stattfinden, um unser Leben, unsere Arbeit, soziale Beziehungen und Werte.

 

Bereits der Ort der Pressekonferenz war ein Programmhinweis der besonderen Art: „Die ‚alte Patrone’ steht aufgrund ihrer ursprünglichen und heutigen Nutzung geradezu wie ein Symbol für das Motto ‚Arbeitswelten - Lebenswelten’ des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz“, so Ministerin Ahnen. DGB-Chef Muscheid freute sich, dass an diesem Ort die Zentrale DGB-Veranstaltung zum 1. Mai stattfinden wird. Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgen Konstantin Wecker und viele andere.

 

Die rheinland-pfälzische Kulturszene hat in Zusammenarbeit mit dem DGB spannende Motto-Projekte für den 17. Kultursommer Rheinland-Pfalz entwickelt. „Spurwechsel“ heißt ein Projekt in sieben Teilen in Koblenz und im Westerwald. Unter anderem wird auch das „Kunstreich“-Jugend-Sommercamp, das im letzten Jahr so begeistert aufgenommen wurde, in diesem Rahmen fortgeführt. Die „Spurwechsel“-Abschlussveranstaltung findet am 31. August in den alten Fabrikhallen der CSS Draht Schmidt GmbH in Lahnstein statt. Auf vielfältige künstlerische Art und Weise werden in Trier der Wandel der Arbeitswelten im 20. bzw. 21. Jahrhundert und die damit einhergehenden Veränderungen in den Lebenswelten der Menschen dargestellt:

das Projekt „ArbeitsPlätze“ umfasst den gesamten Kultursommer-Zeitraum. Unter der Überschrift „Working Man?s Death?“ lädt der DGB vom 20. bis 24. August Ludwigshafen zu einem großen Kulturfest ein. Es gibt Filme und Diskussionen rund um das Thema Arbeit sowie spezielle Programme von und für Schülerinnen und Schüler. Und in Kaiserslautern wird ein Dokumentarfilm über die Entwicklung der Firma Pfaff das Spannungsfeld von Globalisierung und regionaler Beheimatung transparent machen.

 

Außerdem ist zum Kultursommer-Motto im September und Oktober in Ludwigshafen ein phantasievoll-witziges Ausstellungsprojekt der Künstlergruppe Arbeitsagenten im und um das Ernst-Bloch-Zentrum zu sehen. Das Open Ohr-Festival in Mainz, wie immer an Pfingsten, hat

sich einen wichtigen Aspekt des Mottos herausgegriffen: „Geld Gut Güter - Von Konsum und anderen Notwendigkeiten“.

Dass Friedensreich Hundertwasser, der in diesem Jahr achtzig geworden wäre, sich intensiv mit den Fragen nach einer lebenswerten Wohn- und Arbeitswelt für den Menschen beschäftigt hat, kann man in dem Projekt „Den Cherub betören“ erfahren: die bislang einmalige Ausstellung seines Werkes vom 16. Mai bis 27. Juli in der Mainzer Christuskirche und im Landesmuseum wird von einem sehr umfangreichen kulturellen und reflektierenden Rahmenprogramm begleitet. Die Premiere der „Seifenblasenoper“ des Chawwerusch-Theaters - ein aktuelles Stück um die großartigen Konversions-Pläne windiger Geschäftemacher und Hochstapler - ist am Freitag 9. Mai in Herxheim; das Stück geht anschließend im Kultursommer auf Tour.

 

Die offizielle Kultursommer-Eröffnung findet in diesem Jahr am 10. und 11. Mai (Pfingsten) in Bad Hönningen statt. Bei dem großen Kulturfest fu?r die ganze Familie bieten rund hundert Mitwirkende aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien Straßentheater und Musik in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz - bei freiem Eintritt. Außerdem dabei: aktive und ehemalige Ensemblemitglieder der Kölner Stunksitzung mit einer speziellen "Stunk-Unplugged-Show" zum aktuellen Kultursommer-Motto.

 

Natürlich sind auch viele „alte Bekannte“ im 17. Kultursommer Rheinland-Pfalz wiederzuentdecken: z.B. das Internationale Waldeck Liederfestival im Hunsrück und das Koblenz Guitar Festival an Pfingsten, das Eifel-Literatur-Festival - das inzwischen bis in die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens reicht -, das Mosel-Musikfestival (bisher bekannt als Moselfestwochen), die Nibelungenfestspiele und „Jazz & Joy“ in Worms, die Antikenfestpiele, die Burgfestspiele Mayen, das Festival „no strings attached - Figurentheater & mehr“ in Mainz, „Idar Oberstein Leuchtet“ mit seinem Theatersommer und den Jazztagen, das Spiegelzeltfestival in Altenkirchen, das beliebte „Pauken und Trompeten“ der Mainzer Kammerspiele, der Kulturbeutel Speyer, die Festivalsterne Figurentheater und Jugendtheater, die Mittelrhein-Musikmomente und RheinVokal. Die „Internationalen Orgelfestwochen“ des Kultursommers beschäftigen sich - passend zum Motto - mit der Schwerpunktregion Hunsrück-Mosel-Saar, in der die berühmte Orgelbauwerkstatt Stumm zuhause ist. „Neue Bekannte“ sind u.a. das Hachenburger Filmfest im Westerwald, der Hillesheimer Sommerzirkus in der Eifel und der VokalStern des Kultursommers, die nach dem viel versprechenden Start in 2007 jeweils in die zweite Runde gehen.

 

Auch einige Jubiläen sind zu feiern: Zum zehnten Mal findet „Palatia Jazz“ statt. Es entstand aus kleinen Anfängen eines lokalen Jazzfestes in Deidesheim und entwickelte sich über ein kulinarisches Kultur-Festival der schönen Open Air-Spielorte in der Pfalz zu einem hochwertigen und international angesehenen Jazz-Festival. Ebenfalls in der Pfalz und ebenfalls zehnjähriges Bestehen erreicht die „Vokalmusik entlang der Romanischen Straße“ mit Konzerten der besten Ensembles mittelalterlicher Musik in romanischen Bauwerken. Und auch das Festival „Grenzenlos Kultur“ in Mainz, die „Mutter aller integrativen Festivals“ in Europa und das renommierteste integrative Theaterfestival in Deutschland - ein Kind des Kultursommers -, findet zum zehnten Mal statt.

 

Kulturministerin Ahnen dankte den Sponsoren und Partnern des Kultursommers und seiner Projekte, ohne die diese Kontinuität nicht zu realisieren wäre.

 

Ein Überblick über das Kultursommerprogramm wird am Mittwoch, 30. April, wieder in einer Zeitungsbeilage aller rheinland-pfälzischen Tageszeitungen veröffentlicht. Das Programm 2008 mit seinen ca. 250 Projekten wird bis dahin auch im Internet komplettiert, unter

www.kultursommer.de.

 

Für weitere Informationen:

Kultursommer Rheinland-Pfalz; Iris Kofoldt

Kaiserstraße 26-30, 55116 Mainz

Tel.: 06131 / 288 38 18; Fax: 06131 / 288 388

pressestelle@kultursommer.de

www.kultursommer.de/presse.html

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