In kaum einem Land wird so gerne musiziert und gesungen wie in Deutschland. Chöre und Orchester spielen im kulturellen Leben eine große Rolle. Kulturstaatsminister Bernd Neumann zeichnete in Osnabrück mehr als 150 Laienensembles aus.
Auch in diesem Jahr ist die Preisverleihung Höhepunkt der "Tage der Chor- und Orchestermusik". Mehr als 700 Laienmusikerinnen und -musiker aus ganz Deutschland kamen nach Osnabrück, um dort gemeinsam zu musizieren und ihr Können unter Beweis zu stellen.
Viele dieser Chöre und Orchester können auf eine lange Geschichte und eine große Tradition in der musikalischen Breitenarbeit zurückblicken. Seit 1956 beziehungsweise 1969 werden Ensembles, die mindestens 100 Jahre bestehen, mit "Zelter"- oder "Pro Musica-Plaketten" ausgezeichnet.
In diesem Jahr erhalten 133 Chöre und 29 Instrumentalensembles diese Auszeichnungen. Stellvertretend für alle überreichte Kulturstaatsminister Bernd Neumann dem Oratorienchor des Städtischen Musikvereins Arnsberg e.V. und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Rheine-Mesum die Plaketten.
Dabei wies Neumann auf die große Bedeutung der Laienmusik hin. "Die Laienmusik ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer reichen Kulturlandschaft", sagte er. "Die Ensembles und Chöre im Laienbereich leisten durch ihre Nachwuchsarbeit Hervorragendes." Neumann betonte: Ohne musikalische Bildung gebe es kein lebendiges Verständnis für unsere große Musiktradition und auch keinen Nachwuchs für die professionellen Orchester und Chöre.
Die Förderung von Breitenkultur ist in erster Linie Aufgabe der Länder und Gemeinden. National bedeutsame Veranstaltungen und Einrichtungen werden jedoch auch vom Bund unterstützt. Dazu gehört der vom Deutschen Musikrat ausgerichtete Deutsche Chor- und Orchesterwettbewerb, der künftig mehr Geld erhalten wird. Die "Tage der Chor- und Orchestermusik" werden vom Bund mit 50.000 Euro gefördert.
Quelle: www.bundesregierung.de