Oliver Polak: Ich darf das, ich bin Jude - 8. Oktober 2009

"Ich darf das, ich bin Jude", so heißt auch das Buch von Oliver Polak, in dem er das Jüdisch-Sein in Deutschland mal pointiert und eigenironisch aufs Korn nimmt. Bei der historisch bedingten Schwere des Themas hätte man nicht unbedingt gedacht, dass das so gut funktioniert, wie es das bei Polak tut.

"Ich darf das, ich bin Jude", so heißt auch das Buch von Oliver Polak, in dem er das Jüdisch-Sein in Deutschland mal pointiert und eigenironisch aufs Korn nimmt. Bei der historisch bedingten Schwere des Themas hätte man nicht unbedingt gedacht, dass das so gut funktioniert, wie es das bei Polak tut.

 

Oliver Polak geht dorthin, wo es wehtut. Vor allem ihm selbst. Der in Papenburg aufgewachsene Emsländer reflektiert lakonisch die gestrenge jüdische Lehre seiner herrischen Mutter und die anschließende Psychotherapie, referiert launig über seine doppelte Beschneidung oder den überstandenen Hodentumor und erklärt einleuchtend, warum Jamaikaner und Juden eigentlich dasselbe sind. Unorthodox, zwischen Zionismus und Zynismus, bewegt sich Polak im selbst erschlossenen Interpretationsspielraum der Tora - teils mit entwaffnender Drolligkeit, teils so rabenschwarz pointiert, dass sich das Bildungsbürgertum das Lachen verbietet.

 

Kurz: Ein frischer Wind und eine echte Hoffnung für den deutschen Humor.

 

Veranstaltungsort

Cafe Hahn Koblenz

Neustraße 15

56072 Koblenz

 

Quelle und weitere Informationen

www.cafehahn.de

www.oliverpolak.com

Teilen

Zurück