Pfalztheater Kaiserslautern

"Zugluft" erzählt von einer Familie, deren Alltag in der beengten Wohnung aus den Fugen gerät, als der Vater überfallen wird. Tatenlos schaut der Sohn dabei zu. Er wird von seinen Mitschülern gehänselt, hat doch der Vater den Überfall wehrlos und widerstandslos über sich ergehen lassen.

 

Während der Sohn Pläne schmiedet, die Familie zu rächen, macht sich die Mutter daran, ein immer engeres Verhältnis zu dem "Rohling" aufzubauen, der den Vater misshandelt hat. Die Konflikte schwelen im Raum, Sprachlosigkeit erstickt die Familie, bis sich die Situation gewaltsam entlädt.

 

In "Zugluft" verlieren alle. Jeder ist für sich, abgeschlossen, allein mit seiner Sehnsucht. Autor Claudius Lünstedt wagt in komprimiertester Form den Zugriff auf eine Welt ausgegrenzter Menschen, die in unerbittlicher Weise ihren Lebensentwurf zu verwirklichen suchen und dabei alle Grenzen der Familie und Gesellschaft sprengen bis zum tödlichen Krieg, der in Selbstvernichtung endet.

 

Lünstedt vermag dabei durch seine dichte, expressive Sprachkraft Figuren ohne Kompromiss zu zeichnen und Bilder einer Welt gnadenloser Liebe zu entwerfen.

 

Am 30. Juni 2005 wird das Schauspiel um 20 Uhr aufgeführt, im

 

Pfalztheater Kaiserslautern

Willy-Brandt-Platz 4-5

67657 Kaiserslautern

 

Karten gibt es unter Telefon 0631-36750, weitere Informationen im Internet auf www.pfalztheater.de.

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