Pink China - 12. April bis 10. Mai 2008

China - das "neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten" zeigt uns in diesen Tagen seine Begrenztheit und irritiert uns weiter. China - das klassische "Reich der Mitte", für uns scheint es aus der Mitte gekippt, nachdem es sich so gar nicht nach unseren, den westlichen Vorstellungen verhält und fortwährend gegen die Idee universeller Menschenrechte verstößt. Ai Wei Wei, der Star der letztjährigen Kasseler documenta, bemerkt in der FAZ am Sonntag vom 30.03.08:

China - das "neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten" zeigt uns in diesen Tagen seine Begrenztheit und irritiert uns weiter. China - das klassische "Reich der Mitte", für uns scheint es aus der Mitte gekippt, nachdem es sich so gar nicht nach unseren, den westlichen Vorstellungen verhält und fortwährend gegen die Idee universeller Menschenrechte verstößt.

 

Ai Wei Wei, der Star der letztjährigen Kasseler documenta, bemerkt in der FAZ am Sonntag vom 30.03.08:

 

"Die Chinesen haben keine Tradition für die Schwachen zu kämpfen. Die Schwachen, die Verwundeten haben in dieser Gesellschaft keinen Stand … Die chinesische Gesellschaft ist eine Gesellschaft für die Erfolgreichen und Mächtigen. Es gibt wenig Empathie."

 

Und nun meldet sich eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die sogenannten 'Post 70ties', wie Chen Ke Ende der 1970er Jahre oder Zhan Peng und Chi Peng 1981 und so in relativer Sicherheit und in Zeiten sich entwickelnden Wohlstands aufwuchsen.

 

Eine Generation, der es noch immer nicht möglich ist aus einer eigenen Kunstgeschichte heraus zu arbeiten, da es diese nicht gibt und so, wie schon die Künstler-Generationen davor Kunst aus der eigenen Biografie heraus entwickelt. Aufgewachsen mit widersprüchlichen Erfahrungen zwischen kommunistischer Ideologie und kapitalistischer Realität verfolgen diese Künstler sehr eigene Lebensentwürfe und zeigen sich ebenso pragmatisch wie idealistisch, melancholisch-selbstironisch wie gesellschaftspolitisch offensiv, narzisstisch wie solidarisch und lösen so Ai Wei Wei's Forderung nach 'Emphatie' ein.

 

Dabei zeigt sich die Kunst der jungen Chinesen narrativ, sehr eigen und doch im internationalen Diskurs: Themen sind Formulierung eigener künstlerischer, ökonomischer und sexueller Identität und ein sezierender Blick auf gesellschaftspolitische Entwicklungen wie Verwerfungen in China.

 

Chen Ke, Chi Peng, Jin Nv und Zhang Peng arbeiten mit neuen Medien, digitaler Fotografie ebenso computergesteuerter Bildhauerei.

 

In Zusammenarbeit mit der [Galerie Alexander Ochs Berlin | Beijing]

 

Kunsthalle Neuffer am Park

66953 Pirmasens

Tel: 0 63 31 / 71 07 59

Fax: 0 63 31 / 71 07 82

website: www.neuffer-am-park.de

 

Öffnungszeiten:

Di. bis Fr. von 17.00 bis 19.00 Uhr

Sa. von 11.00 bis 13.00 Uhr

An Sonn- und Feiertagen geschlossen.

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