Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.
Übergeben wurde die „Silberne Halbkugel“ letzte Woche in der Kirche St. Georgen in Wismar vom rheinland-pfälzischen Kulturstaatssekretär Walter Schumacher. Das DNK begründet die Auszeichnung für Prof. Dr. Heinz Günter Horn wie folgt. „Durch seine vielfältigen Tätigkeiten in Gremien, Verbänden und länderübergreifenden Projekten hat er im In- und Ausland große Anerkennung erhalten und besonders der Archäologie einen wichtigen Stellenwert im kulturellen Erbe erstritten.“ Walter Schumacher fügte hinzu: „Die Objekte der Denkmalpflege brauchen lautstarke Fürsprecher und geschickte Verhandler, öffentlichkeitswirksame Aktionen und langfristige Betreuung. Mit Professor Dr. Heinz Günter Horn haben sie einen starken Anwalt und Freund für ihre Belange.“
Seit vielen Jahren ist der promovierte Archäologe in den unterschiedlichsten Positionen für die Denkmalpflege engagiert: als Vorsitzender, als Beirat genauso wie als Vortragsredner, Experte und Lehrer.
Seine berufliche Laufbahn begann 1969, als er als junger Mitarbeiter die Römische Abteilung im Rheinischen Landesmuseum Bonn neu einrichtete. 1974 wurde er dort Abteilungsleiter und wirkte von 1980 bis 1987 als stellvertretender Direktor. Von 1987 bis zu seinem Ruhestand 2005 leitete Horn das Referat Bodendenkmalschutz und Bodendenkmalpflege im Ministerium für Bauen und Verkehr, heute Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Mit seinem Dienstaustritt 2005 erweiterte Professor Horn sein ehrenamtliches Engagement, das bereits während seiner Dienstzeit deutlich über das erwartbare Maß hinausging, nochmals deutlich. Seine Wirkungsstätten finden sich im gesamten Gebiet der historischen Preußischen Rheinprovinz und damit im Bereich der heutigen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland.
Seit 1997 ist Prof. Horn ohne Unterbrechung Mitglied der Archäologischen Trierkommission (ATK), einer durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz berufenen Expertenkommission, die sich um die denkmalpflegerischen und archäologischen Belange der ältesten Stadt Deutschlands kümmert.
