Der bisherige Direktor des Landesmuseums Koblenz, Thomas Metz, ist seit gestern neuer "Direktor der Generaldirektion Kulturelles Erbe" (GDKE). "Metz ist aufgrund seines persönlichen und fachlichen Profils wie kein anderer geeignet, diese neue, große Kultureinrichtung zu leiten", begründete Kulturstaatssekretär Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig die Entscheidung zugunsten des 52-jährigen Diplom-Ingenieurs. Metz habe seine Eignung und Führungsqualitäten in verschiedenen Bereichen der Kulturpflege unter Beweis gestellt - zuletzt als Direktor des Landesmuseums Koblenz.
Anfang des Jahres betraute ihn das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur mit der Gründung der Generaldirektion Kulturelles Erbe, in der in einer ersten Ausbaustufe das Landesamt für Denkmalpflege einschließlich "Burgen, Schlösser, Altertümer" und das Landesmuseum Koblenz zusammengeführt worden sind. "Zum 1.1.2008 sollen dann die Landesmuseen in Mainz und Trier Teil der Generaldirektion werden", kündigte der Kulturstaatssekretär an. Die bisherigen Einrichtungen bestehen als Direktionen in der Generaldirektion Kulturelles Erbe fort. "Thomas Metz hat die ihm übertragene Verantwortung bei der Gründung dieser Einrichtung souverän und mit großer Umsicht wahrgenommen. Seine Führungsqualitäten befähigen ihn nach unserer Überzeugung, eine solch anspruchsvolle Leitungsfunktion auszufüllen", sagte Hofmann-Göttig.
Zu Metz´ Stellvertreter wurde heute Dr. Gerd Rupprecht, Landeskonservator Archäologie, bestellt. "Dr. Rupprecht genießt seit Jahren eine hohe wissenschaftliche Reputation im Bereich der Archäologie und ihm ist es zudem gelungen, das archäologische Erbe in Rheinland-Pfalz begeisternd einem großen Publikum - weit über die Fachwelt hinaus - zu vermitteln", betonte Staatssekretär Hofmann-Göttig. Wie bei Metz habe auch diese Bestellung keine zusätzlichen Personalkosten zur Folge. Außerdem sind die notwendigen Schritte eingeleitet worden, um dem Leiter der Direktion Bau- und Kunstdenkmalpflege, Dr. Joachim Glatz, die Funktion des "Landeskonservators Denkmalpflege" zu übertragen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Direktion "Bau- und Kunstdenkmalpflege" haben gegenüber dem Kulturstaatssekretär den Wunsch geäußert, ihre Direktion aus Gründen der besseren Verständlichkeit in "Direktion Landesdenkmalpflege" umbenennen zu können. Hofmann-Göttig hat dem künftigen Landeskonservator Denkmalpflege, Dr. Joachim Glatz, heute mitgeteilt, dass diesem Wunsch entsprochen werden soll. Bei der Änderung des Errichtungserlasses der GDKE zum Jahresende für die anstehende Erweiterung der Generaldirektion werde diese Änderung rechtlich umgesetzt, kündigte Staatssekretär Hofmann-Göttig an.