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Kunstverein Villa Streccius Landau e.V.

Der 1980 gegründete Kunstverein Villa Streccius in Landau gehört zu den größten Kunstvereinen in Rheinland-Pfalz und steht allen Kunstinteressierten offen. Die Sommerausstellung des Landauer Kunstvereins fasst Arbeiten von sechs Kunstschaffenden aus verschiedenen Altersgruppen, Regionen und Disziplinen unter dem Titel "forever young – forever different" zusammen und ist ab dem 10. Mai zu sehen.

Kunstverein Villa Streccius Landau e.V.

Die Kunst braucht Raum und Öffentlichkeit: Der 1980 gegründete Kunstverein Villa Streccius in Landau in der Pfalz bietet Möglichkeiten für künstlerische Auseinandersetzung, Entfaltung und Dialog. Für seine Aktivitäten stehen dem Kunstverein die 1893 im Stil des Historismus errichtete Villa Streccius und deren Rückgebäude zur Verfügung. Kunstverein und Kulturbüro der Stadt Landau führen in dem als Städtische Galerie genutzten denkmalgeschützten Gebäude jeweils drei Ausstellungen pro Jahr im Wechsel durch. Der Kunstverein versteht sich als Ansprechpartner und Vermittler für Kunst, Künstler und Künstlerinnen und plant seine Projekte selbstständig, wobei auch Kooperationen mit anderen Vereinen und Institutionen möglich sind. In den Gruppenausstellungen zu wechselnden Themen und Kunstrichtungen spiegelt der Kunstverein die ganze Vielfalt aktuellen Kunstschaffens in der Region, bundesweit und in den Nachbarländern wieder.

Seit seinem Gründungsjahr betreibt der Kunstverein im Rückgebäude der Villa zudem die KUK (Kunst und Kinder)-Malwerkstatt, eine kunstpädagogische Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche. Regelmäßige Ausstellungen der KUK und Mitgliederausstellungen zeigen die künstlerische Aktivität einer Vielzahl von Mitgliedern.

Jungen Künstlerinnen und Künstlern soll im Kunstverein die Gelegenheit zu einem Austausch und einer professionellen Präsentation geboten werden. Die Gegenüberstellung der verschiedenen künstlerischen Positionen fordern dazu heraus, sich mit dem Ort und den besonderen Räumen der Villa auseinandersetzen. Besondere Verantwortung übernimmt der Verein als Partner der Stadt Landau zum Erhalt des Ausstellungsbetriebs der Städtischen Galerie.

"forever young – forever different" - 10. Mai bis 6. Juli
 

Dem Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „forever young“ widmen sich sechs Kunstschaffende mit unterschiedlichen Ausdrucksformen. Wie der Titel schon erahnen läßt, befasst sich die Schau mit der Auseinandersetzung des Wunsches nach ewiger Jugend, der Vergänglichkeit und den heterogenen Sichtweisen auf das Leben. Bewusst wurden Künstler:innen aus verschiedenen Altersgruppen, Regionen und Disziplinen von den Kurator:innen Karin Flurer-Brünger und François Croissant eingeladen.

Die Bamberger Keramikkünstlerin Christiane Toewe widmet sich Rauminstallationen mit Porzellan und Licht und macht sich die besondere Architektur der Villa Streccius zu eigen. Die in Leipzig geborene Bildhauerin Nora Arrieta befasst sich bei ihren Skulpturen mit zeitgenössischen Themen und widmet sich auch dem 3D-Druck. Die gebürtige Pfälzerin Larissa Kastor, widmet sich mit schwungvollen Linien der Malerei und Zeichnung. Jakob Janßen zeigt in der Ausstellung Werke aus den Bereichen der Druckgrafik und der klassischen Malerei. Die Fotoarbeiten, mit denen die in Berlin lebende Russin Katerina Belkina vertreten ist, kann man als „gemalte“ Fotografien bezeichnen. Vervollständigt wird die Runde durch den Dortmunder Urban Artist und Graffiti Künstler Mark Gmehling, dieser widmet sich der Digitalen Kunst und gilt als Pionier der deutschen Graffiti Avantgarde. Mit seinem einmaligen Stil verbindet er Digitale Kunst, CGI und Graffiti.

Nora Arrieta (geb.1989 in Leipzig, lebt und arbeitet in Höhr-Grenzhausen), 2009-2014 Studium der Freien Kunst mit Schwerpunkt Bildhauerei, in Berlin. 2014-2017 folgte ein Meisterschülerstudium bei Martin Honert an der Hochschule der Bildenden Künste, Dresden. 2017 bis 2019 absolvierte sie ein Masterstudium Künstlerische Keramik an der Alfred University in den USA. Neben ihrer künstlerischen Betätigung ist Nora Arrieta mittlerweile auch die Leiterin der Keramikwerkstatt am Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz (IKKG).

Katerina Belkina (geb.1974, in Samara in Russland, lebt und arbeitet in Werder (Havel)), 1985–1989 besuchte sie die Kunstschule in Samara. Danach absolvierte sie das Studium an der Akademie der Künste „Petrov-Vodkin“, welche sie mit dem Diplom 1993 abschloss. Später vertiefte sie von 2000 bis 2002 ihre Ausbildung in Fotografie an der Fotoschule von Michael Musorin. 2015 bekam Belkina den Internationalen Lucas Cranach Preis. 2016 wurde ihr dann der prestigeträchtige Hasselblad Masters Award verliehen.

Mark Gmehling (geb.1974, lebt und arbeitet in Dortmund), absolvierte ein Studium für Kunst, Grafikdesign und Marketing, es folgte die Selbstständigkeit als Illustrator und Künstler. Das Hauptaugenmerk seiner Arbeiten liegt in der Absurdität, der Trivialität und der Dramatik des menschlichen Lebens. Gmehling ist Urban Artist, Illustrator und ein Pionier der deutschen Graffiti Avantgarde. Stilistisch verbindet Gmehling in seiner Arbeit Illustration, Urban Art, CGI und Graffiti.

Jakob Janßen (geb. 1993 im Sauerland), 2013 bis 2019 Studium an der Universität Landau und seit 2020 tätig als Gymnasiallehrer. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Malerei und der Druckgrafik. Stilistisch lehnen sich die Arbeiten von Janßen an die Traditionen alter Meister der Malerei und der Druckgrafik an, versehen mit zeitgenössischen Motiven.

Larissa Kastor (geb. 1995 in Germersheim, lebt und arbeitet in Landau), 2015 bis 2024 studierte Larissa Kastor an der Universität Landau Lehramt in Kunst, Germanistik und Bildungswissenschaften. Larissa Kastor ist auf großformatige Malerei und Zeichnung mit energischem Strich, schwungvollen Linien, verschobenen Kompositionen und dynamischen Farben spezialisiert.

Christiane Toewe (geb. 1958, in Brake, lebt und arbeitet in Bamberg), 1985-1987 Ausbildung zur Keramikermeisterin in der Krösselbacher Fayence Manufaktur, anschließender Besuch der Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen. 2001 absolvierte sie eine Ausbildung zur Multi-Media-Designerin und produziert seitdem auch Foto- und Videoinstallationen. Ihre Arbeitsgebiete umfassen Objektkunst, Rauminstallationen, Fotografie, Video und Grafik.

Quelle und weitere Informationen:https://villa-streccius.de/kunstverein/
und im Kulturland:https://kulturland.rlp.de

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