Theater im Pfalzbau
Ursprünglich als Theater ohne eigenes Ensemble gegründet, versteht es sich nicht als reines Gastspieltheater und nutzt durch die Realisierung von Koproduktionen die Chance, ein eigenes künstlerisches Profil zu entwickeln. Zu den Koproduktionspartnern von internationalem Rang gehören beispielsweise das Royal Opera House, Covent Garden, die Dresdner Musikfestspiele, die Houston Grand Opera und die Opera de Montpellier. Durch diese Vielfalt spiegelt das Theater im Pfalzbau Ludwigshafen die Tendenzen des deutschen und internationalen Theaterlebens wider und setzt durch sein Angebot an herausragenden Ballett- und Tanztheaterveranstaltungen einen besonderen Akzent.
Witch Hunting - Tanzstück
Auf der leeren Bühne bilden sechs Tänzerinnen und Tänzer Paare. Nach dem Prinzip des Kampfes nutzen sie die Virtuosität verschiedener Tanzstile – Krumping, Hip-Hop, afrikanische Tänze – um ihren Radius zu definieren und die Bewegungen der anderen Tänzer zu beeinflussen. Die Choreographie erzeugt ein System, in dem nur gewinnen kann, wer andere ausgrenzt. Einzelne unterwerfen sich der Autorität der vereinten Masse. Sie verschwinden in einer Art von Konformität, die unaufhörlich durch einen neuen Dissens in Frage gestellt wird.
Witch Hunting erforscht den Wunsch des Menschen nach Macht. Das Tanzstück beleuchtet die Mechanismen, durch die sich Gruppen bilden, auflösen und transformieren. Dabei fragt es nach dem Prinzip des Multikulturalismus innerhalb des Konzepts der Nation.
Durch die Konfrontation verschiedener Tanzstile untersucht Anne Nguyen die Spannungen zwischen der kulturellen Identität und einem Wettbewerbssystems mit begrenzten Möglichkeiten.
Quelle und weitere Informationen: https://www.theater-im-pfalzbau.de
und im Kulturland: https://kulturland.rlp.de
